Full text : Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

Inlandsverbrauch

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Juteindustrie.  Nach  einem  Bericht  des  Deutschen  Generalkonsulats  in  Moskau
"wurden  im  Jahre  1912  2  948  000  Pud  Rohjute  im  Werte  von  11  Milk  Rubel  verbraucht. ­
  Man  rechnet  dort  auf  eine  weitere  günstige  Entwickelung  des  Jutegeschäfts ­
  und  veranschlagt  die  voraussichtliche  Erhöhung  des  Umsatzes  für  1913
auf  3  bis  5Proz.  Während  sich  die  Verwendung  von  Rohjute  für  andere  Industrieerzeugnisse ­
  wegen  der  Konkurrenz  von  Hanf,  Leinen  und  Baumwolle  nur  langsam ­
  steigert,  wächst  die  Produktion  und  der  Verbrauch  von  Jutesäcken  und
Jutepack  material  stark  und  stetig.  Im  Jahre  1912  ist  in  Polen  eine  neue  Jutefabrik ­
  in  Betrieb  gesetzt  worden;  einige  andere  Jutefabriken  sollen  ihre  Maschinen
vermehrt  haben.

Der  Inlandsverbrauch  Rußlands  an  Textilwaren  im  Jahre  1913.

Nach  den  Einzelaufstellungen  betrug  der  Inlandsverbrauch:

Mill.  Mark  .

Die  Bevölkerung  im  Jahre  1913,  ohne  Finnland, ­
  mit  170  Mill.  angenommen,  war  der
Verbrauch  pro  Person  im  Jahre
Mark

Eaumwollwaren

.  •  1  778,3

10,46

W°ll_  un( j  Halbwollwaren  .  .  .

•  ■  1  243,3

7,31

Seiden-  und  Halbseidenwaren  .  .

.  .  156,1

0,92

Leinenwaren

■  •  252,5

1,48

Jutewaren

.  .  42,2  b

—

Konfektionswaren

.  .  27,6

0,16

3  500,0

20,33

Rußland  hat,  pro  Person  berechnet,  einen  äußerst  niedrigen  Verbrauch  an
Textilwaren;  es  zeigt  dies  auch,  wie  groß  die  Entwickelungsmöglichkeit  für  die
dortige  Textilindustrie  noch  ist.

Die  Absatzverhältnisse  der  Textilindustrie  Rußlands  im  Jahre  1913.
Der  Inlandsverbrauch  an  Textilwaren  im  Betrage  von  3.500,0  Mill.  Mark
wird  gedeckt
von  der  Produktion  v « n  der  Einfuhr
zu  99,6  Proz.  zu  °A  Proz.
Die  Absatzverhältnisse  der  einzelnen  Industrien,  bzw.  deren  Ein-  und  Ausfuhr, ­
  sind  aus  den  später  folgenden  Aufstellungen  zu  ersehen.
L )  Siehe  Anmerkung  S.  51.
            
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