Produktion. Ein- und Ausfuhr.
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Ein- und Ausfuhr von Textilwaren in Persien').
Die bedeutendsten Einfuhrartikel sind Baumwollgewebe, die in rohem,
buntgewebtem und bedrucktem Zustande eingeführt werden. Die rohen Gewebe
sind die normalen Exportgewebe, die als Mexicans, T Cloth, Grey Cloth
und Grey Shirtings eingeführt werden. Hauptlieferant für diese Artikel ist
England, dem in neuerer Zeit Britisch-Indien Konkurrenz macht. Auch Ruß
land liefert einen Teil in besserer Ware. Die Menge der eingeführten rohen
Gewebe würde nach einer Schätzung 14Proz. von der Gesamteinfuhr an Geweben
betragen.
Gebleichte und gefärbte Gewebe. Die Einfuhr dieser Artikel beträgt
annähernd 13 Proz. der Gesamtmenge an Geweben. Die wichtigsten sind:
„White Shirtings“ und „Musseline“ (Mulle). Die ersteren werden in den üblichen
Qualitäten vornehmlich aus England und Britisch-Indien geliefert. Die Mull
stoffe werden in bedeutenden Mengen aus England eingeführt, und zwar am
meisten in weißer, brauner und schwarzer Farbe. Sie werden zu Kopftüchern
verarbeitet und von den persischen Frauen allgemein benutzt.
Bedruckte Gewebe. Die wichtigsten sind die türkischroten, bunt
bedruckten Gewebe, die fast ausschließlich Rußland liefert. Einen stärkeren Ab
satz finden jedoch die billigeren Druckstoffe, die zum größten Teil aus England,
zum kleineren aus Rußland eingeführt werden. Auch die einheimischen, mittels
Handdruck hergestellten Gewebe finden noch starken Absatz, wenn sie auch im
Preise gegen die englischen oder russischen Waren nicht konkurrieren können.
Weitere Gewebearten sind: leichte buntgewebte Baumwollstoffe, die
für Blusen Verwendung finden, Baumwollgewebe für Tischdecken, Möbel,
Vorhänge usw., bedruckte Flanelle und Barchente, welch’ letztere jedoch
weniger beliebt sind; ferner als sehr große Einfuhrartikel die verschiedenen
Satins. Die Satins werden meistens in mercerisierter Ware in bunter wie auch
schwarzer Farbe und ebenso auch in den verschiedenen bedruckten Ausführungen
eingeführt. England und Rußland beherrschen darin den Markt.
Baumwolltücher, und zwar Taschentücher, Kopftücher, Turban
tücher und Umschlagtücher kommen zumeist aus England, der Schweiz,
Rußland, die mittels Handdruck verfertigten Musselintücher zum Teil auch aus
der Türkei. Badetücher, die kleinkariert sind, auf den Längsseiten eine mehr
farbig gewebte Leiste und am Kopfende das Muster des Badetuches in ver
größertem Maßstabe enthalten, gehen ebenfalls sehr stark.
Baumwollgarne. Diese werden zum größten Teil aus Britisch-Indien,
zum kleineren Teil aus Rußland und England eingeführt. Grey-Water Garne
Nr. 16 bis 24 kommen zumeist aus Manchester. Grey-Water Nr. 16 aus Bombay
werden hauptsächlich für die Teppichfabrikation, zum Wirken der persischen
J ) Sehr ausführliche Angaben befinden sich in „Berichte über Handel und Industrie“ 1910, S. 400.
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