Contents: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

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Es ist festzustellen, inwieweit außer dem Gehalt andere Quellen zur Deckung 
der Ausgaben herangezogen werden müssen, und ob die Nebeneinnahmen aus 
Kapitalertrag (z. B. Zinsen, Hausbesitz, Erbschaft) oder aus Nebenarbeit, 
Darlehen und Sparrücklagen, also Quellen, die eine gewisse Notlage kenn⸗ 
zeichnen, stammen. Die folgende Aufstellung zeigt die durchschnittlichen Ein— 
nahmen einer Haushaltung für ein Jahr, für einen Monat, für eine Voll— 
person (val. Seite 9) und in Prozenten: 
Gehalt ....... .. 
Nebenverdienst 
des Mannes ........ 
der Frau .......... 
Beitrag der Kinder .... 
Naturalbeiträge und Ge— 
schenke der Eltern und 
Verwandten .P...... 
Haus und Wohnung . 
Acker und Garten .... 
Nutzvieh.............. 
Darlehen ............. 
Sparkasse ............ 
Zinsen .............. 
Sonstiges 
Zusammen ... 
Im Laufe des Jahres 
wieder zurückgezahlte 
Vorschüsse 
Von einem 
Haushalt im 
Durchschnitt 
3 936.41 
82. 34 
48. 23 
19. 74 
65.52 
17. 69 
7.02 
3. 27 
4021 
1 
4 368..* 
160. 35 
Von 100 ⸗ 
der Gesamt⸗ 
Einnahmen 
90.11 
1. 88 
1. 10 
0.45 
— 
9 
16 
367 
Monatlich 
von einer von einer 
Haushaltung! Vollperson 
328,03 
—210. 61 
6. 86 
4. 02 
1,64 
2.31 
1. 36 
0. 56 
5. 46 
47 
89 
27 
84 
. 50 
20 
o09 
38 
38 
/9 
22.77 
13. 360 4.51 
Das Durchschnittsgehalt betrug demnach monatlich 328,03 NM 
oder 90,11 v. H. der Gesamteinnahmen. Es wurden rund Jl0 v. H. der Ein— 
nahmen der untersuchten 290 Haushaltungen durch Nebeneinna hmen 
gedeckt. Irgendwelche Schlüsse auf die allgemeine Gehaltslage sind, wie schon 
hervorgehoben, an Hand dieser Zahlen nicht möglich. Zur Erläuterung des 
Gehaltes seien noch einige Bestandteile aufgeführt. Nur 117 der 290 Haus⸗ 
haltungen verzeichnen eine Leistungszulage. Diese betrug im Durch— 
schnitt 47,.48 NM monatlich. Gratifikationen wurden ebenfalls in 
117 Fällen gegeben, und zwar im Durchschnitt 183,25 RM. Es ist zu be— 
achten, daß im allgemeinen die Haushaltungen, die weniger als 4000 )ä 
Gesamteinkommen bezogen, keine Leistungszulagen und keine Gratifikationen 
erhielten. An weiteren Zuwendungen wurden in 12 Fällen ein Ferien-— 
zuschuß, in 14 Fällen der Genuß eines Gewinnanteiles und 
21mal Prämien, Jubiläumsgeschenke, Abschlußvergütungen, Krankheits— 
unterstützungen, Inventurvergütung und ähnliches gezahlt. Ein Gewinnanteil 
wurde von einigen Kaufmannsgehilfen in gehobener Stellung bezogen. 
Keinerlei Sonderzuwendungen in der vorgenannten Art und keine Leistungs⸗ 
zulagen empfingen 148, d. h. rund 50 v. H. der befraaten Haushaltungen.
	        
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