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lagen waren unvollständig und zum großen Teil offensichtlich unzuverlässig,
so daß irgendwelche sicheren Grundlagen damit nicht
gewonnen werden konnten.
Die mit Bekanntmachung «des - Stellvertreters des Reichskanzlers
vom 18. Mai 1916 (RGBl. S. 383) angeordnete Erntefl
ä ch e n ° (§ r h e b u n g, die in der Zeit vom 1. bis 20. Juni 1916
durchgeführt wurde, beschränkte sich wieder, wie diejenigen der
früheren Jahre, darauf, Kohlrüben (Bodenkohlrabi, Wruken),
Runkelrüben, Wasserrüben einschließlich Herbstrüben und Stoppelrüben
und Möhren (Karotten) getrennt aufzuführen, im übrigen
aber den „feldmäßigen Gemüsebau zur menschlichen Nahrung" in
einer Spalte gemeinsam zu erfassen. Hiermit war naturgemäß
den Zwecken der Reichsstelle wenig gedient. Bei der durch Bekanntmachungen
vom 21. Juni 1916 (RGBl. S. 547) und vom
31. August 1916 (RGBl. S. 989) für die Zeit zwischen 20. September
und 5. Oktober angeordneten Erntevorschätzung war der
feldmäßige Gemüsebau ganz weggelassen worden.
Den Bemühungen der Reichsstelle gelang es dann, für die
Ernteflächen-Erhcbung im Jahre 1917, die durch Bekanntmachung
vom 20. Mai 1917 (RGBl. S. 413) für die Zeit vom 15. bis
25. Juni angeordnet wurde, eine Trennung der Spalte „feldmäßiger
Anbau zur menschlichen Nahrung" in Weißkohl, alle
sonstigen Kohlarten und alle sonstigen Gemüsesorten zu erreichen,
auch für die Erntevorschätzung in der Zeit vom 20. September
bis 6. Oktober (Bekanntmachung vom 21. Juni 1916, RGBl.
S.' 635) eine Aufnahme der Ernte an Kohlrüben, Runkelrüben,
Mairllben, Wasserrüben und Weißkohl durchzusetzen. Eine weitergehende
Gliederung der Erhebungen glaubten die statistischen
Ämter wegen der in der Kriegszeit damit verbundenen Schwierigkeiten
nicht durchführen zu können.
Für die Maßnahmen der Reichsstelle, die, durch die Verhältnisse
bedingt, immer weitergehend und einschneidender werden
mußten, für die Durchführung der Lieferungsverträge und der
öffentlichen Bewirtschaftung wurde dies überaus störend. Die
statistische Abteilung der R e i ch s st e l l e hat in ihren
Bemühungen, sich nunmehr selbst Material zu verschaffen, nicht
nachgelassen und auch wertvollen Stoff sammeln können. Zwei besonders
wichtige Erhebungen konnte sie jedoch allein nicht durchführen,
weder die Erfassung des gartenmäßigen Anbaues
an Gemüse, der, wie sich immer mehr herausstellte, eine
überaus wichtige Rolle namentlich bei Beurteilung der Frage
spielte, inwieweit ein Bezirk ganz oder zum Teil auf die Verl«