Full text: Die Entwicklung der Tobler-Unternehmung und ihrer Arbeiter-Fürsorge und Wohlfahrtseinrichtungen

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den dürfen, wenn man ein wirklich zutreffendes Bild 
von der tatsächlichen Lage der ToblerA-rbeiterschaft 
gewinnen will. 
Zu den Wohlfahrtseinrichtungen im weiteren Sinne 
kann man sehr wohl auch noch jene Bestrebungen 
zählen, die darauf ausgehen, durch eine rationelle 
Einteilung der Arbeitszeit auf die privaten Verhältnisse 
der Arbeiterschaft gebührend Rücksicht zu nehmen. 
Aus häuslichen Erwägungen halten wir es z. B. für 
eine sehr vernünftige und notwendige Maßnahme, 
daß die weibliche Arbeiterschaft früheren Mittagsschluß 
macht als die männliche. Die Arbeiterschaft der Tobler- 
Gesellschaft erfreut sich auch, wie bereits erwähnt, 
seit Mai dieses Jahres des 8-Stunden-Tages, der 48- 
Stunden-Woche, mit folgender Arbeitszeit-Einteilung: 
a) Männer: 
vormittags 7—12, nachmittags \'ß—5 Uhr; 
Samstags 7 — 12'/2 Uhr. 
b) F r a u e n: 
vormittags 7—11 'ß, nachmittags 1—5 Uhr; 
Samstags 7—12 Uhr. 
Schon seit Jahren erfreut sich die Tobler-Arbeiter- 
schaft auch des Genusses des freien Samstag nachmittags 
bei voller Bezahlung der Ausfallstunden. 
Eine Art indirekte Fürsorgetätigkeit liegt endlich 
auch noch in den Bestrebungen der Verwaltung, welche 
auf die möglichste Verbreitung des Akkordlohn-Systems 
hinzielen. Man kann zum Akkord-System Stellung neh 
men wie man will, Tatsache ist, daß es doch letjten 
Endes gerade jenes Löhnungssystem ist, bei welchem 
vor allem der Intelligente und Fleißige die ihm nach 
seiner Leistungsfähigkeit zukommende Entschädigung
	        
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