0 aa 1910 4 a 115405
1900, 51.203 191. ln 118 486
1905. I 144 700 4912 131 580
Der beste Markt für argentinisches Mehl ist stets Brasilien gewesen.
Die folgende Aufstellung gibt ein Bild des \Weizenexports nach allen
Ländern und des Mehlexports nach Brasilien (Tons):
Weizen Mehl” Weizen Mehl
nach Brasilien nach Brasilien:
1896 14 532 001 49 129 1909. 2 2:514130:: 102 356
1900. = A 929676 37 928 Ku. 1 883 592 99 949
1905 2868281 103424 11.40 2285 951 98 075-
1908 . 3636 294 99 332 3 7 9 657451 104887
Alfalfa. Die Kultur der Alfalfa (Luzerne) ist für Argentinien von ganz außer-
ordentlicher Wichtigkeit. Neben dem Getreidebau ist ihr hauptsächlich
die Wertsteigerung des argentinischen Grund und Bodens zuzuschreiben.
Sie hat in erster Linie die Fleischausfuhr in so überragendem Maße mög-
lich gemacht und nimmt von Jahr zu Jahr zu, so daß sie in kurzer Zeit
eine Ueberlegenheit über alle Kulturen gewinnen dürfte, zumal die Alfalfa-
pflanze mit ihrer langen Wurzel auch das tiefere Grundwasser und die:
Fruchtbarkeit des Untergrundbodens aufs beste auszunutzen vermag, Im
Jahre 1872 standen 105782 ha unter Alfalfa, im Jahre 1888 390009 ha,
im Jahre 1895 712067 ha und im Jahre 1912 schon 5400 580 ha. Man:
berechnet den Wert des letztjährigen Alfalfaertrages 1911/12 ‚auf .reich-
lich 50758000 $% und Trockenalfalfa auf 4000 000 Tonnen. Die Provinz:
Buenos Aires erzeugte 1382 000 Tonnen, C6ödoba 880 000 Tonnen, Santa
F6 696000 Tonnen, Entre Rios 464 000 Tonnen, Mendoza 132 000 Tonnen
und das Pampa Territorium 216000 Tonnen. Im Durchschnitt kommen
10 bis 20 Tonnen Alfalfa auf 1.ha pro Jahr. Zum Schutz der Alfalfa-
produzenten hat ein Regierungsdekret vom 28. November 1912 bestimmt,
daß vom 1. Januar d. Js. ab die Einfuhr von Luzernensamen von weniger
als 60% Keimkraft verboten ist.
Weinbau. Nach dem Bericht, den die Direktion des landwirtschaftlichen statisti-
schen Amts dem Ackerbauministerium über das Ergebnis des Weinbaus
im Jahre 1912 erstattet hat, betrug die Gesamterzeugung von Wein in
der Republik 4 083 459 hl, gegenüber dem Vorjahre ungefähr 366 000 hl
mehr. Hiervon wurden allein in der Provinz Mendoza ca. 3% Millionen hl,
d. h. fast 85% der gesamten Produktion, erzeugt. Die Ueberlegenheit
des Weinbaus in Mendoza geht auch aus der weit höheren Ausbeute hervor,
die dort erzielt wurde, nämlich 68,4 %, ein Ergebnis, das in den anderen
Provinzen nicht annähernd erreicht wurde.
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