geworden war. Dieser Zusammenschluß, bei dem mitzu-
wirken uns vergönnt gewesen ist, hat viel an dem ent-
stehen und gedeihen der Bauvereine beigetragen, die jetzt
schon vielen tausenden von minder bemittelten ein siche-
res und behagliches Heim gewähren.
Das zweite Ereignis ist die amtliche Veröffentlichung
des Gesetzentwurfes zur Sicherung der Bauforderungen
gewesen. Der Entwurf hat nicht ganz unseren Vorsschlä-
gen entsprochen. Sein Inhalt hat aber bewiesen, daß die
verbündeten Regierungen sich in wichtigen Punkten un-
seren Anschauungen angeschlossen hatten. Die Tatsache,
daß hier ein Erfolg unserer Arbeit vorlag, ist von der
öffentlichen Meinung unwidersprochen anerkannt wor-
den. Ich habe in der Hauptversamlung einen Rückblick
auf die acht arbeitreichen Jahre geworfen, in denen ich
die Ehre gehabt habe, die Geschäfte des Bundes zu führen.
Ich habe am Schlusse meines Berichts der Hoffnung Aus-
druck gegeben, daß die von uns in diesen acht Jahren aus-
gestreute Saat in Zukunft reiche Früchte tragen möge.
Über die zunehmende Leserzahl der Deutschen Volks-
stimme hatte Damaschke uns schon bald nach der über-
nahme des Blattes erfreuliche Mitteilungen machen
können. Er konnte uns berichten, daß unsere Zeitschrift
schon einen Leserkreis gewonnen habe, wie ihn unsere
bisherigen Zeitschriften nie gehabt hatten. Ein großer
Teil der Zunahme der Leser war gewiß der national-
sozialen Partei zuzuschreiben, der das Blatt ebenfalls
dienen sollte. Diese Leser waren aber zumeist Boden-
reformer geworden und sind uns treu geblieben, auch
nachdem die neue Partei zu bestehen aufgehört hat. Des-
halb konnten wir diese Zunahme unserer Leser mit Recht
freudig begrüßen und sind dadurch zur Weiterarbeit er-
mutigt worden. Die schwerssten Zeiten waren überwun-
den. Es ging wieder aufwärts! Mein Bericht ist mit
lebhaftem Beifall entgegen genommen worden.
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