nach Kiel ging, ihren Abschluß gefunden haben, weil
nach Ansicht des Vorstandes die Bodenreform Arbeit sich
als hoffnungslos erwiesen habe. Der Bund für Boden-
besitzreform soll sogar mit ähnlichen Vereinen „vorüber-
gegangen“ sein. Der „neue“ Bund soll sich unter der
Leitung meines Nachfolgers erst zwei Jahre später aus
den letzten Mitgliedern des alten Bundes gebildet haben.
Unsere Zeitschrift „Frei Land“ soll wegen Geldmangel
aufgegeben worden sein.) Wie wir gesehen haben, ist
Damaschke schon im Februar 1897 nach Berlin zurückge-
kehrt. Die Tätigkeit des Bundes ist gar nicht unter-
brochen worden. Unser Blatt ist auch nicht wegen Geld-
mangel aufgegeben worden, sondern weil unser Schriftlei-
ter nach Kiel gegangen ist. Nach seiner Rückkehr ist die
Deutsche Volksstimme unser Bundesorgan geworden und
Damaschke hat, schon ehe ich den Vorsitz abgegeben habe,
eine ansehnliche Vermehrung der Leser feststellen können.
Das neue Programm und die Anderung des Namens sind
im April 1898 noch unter mei n er Leitung angenommen
worden. Die Hauptversammlungen des Bundes werden
noch heute von der Gründung in Frankfurt a. M. an ge-
zählt. Die Bundeszeitschrift zählt trotz mehrmaliger Än-
derung ihres Titels ihre Jahrgänge noch immer vom
erstem erscheinen von Frei Land an. Wie bei dieser Sach-
lage von einer Neugründung, von einem altem und
einem neuem oder von einem erstem und einem zweitem
Bunde gesprochen werden konnte, ist mir unverständlich
gewesen. Der Bund Deutscher Bodenreformer ist mit dem
am 16. September 1888 von Michael Flürscheim gegrün-
detem identisch und hat sich dieser Herkunft nicht zu
schämen.
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418. Jahrbuch der Vodenreform 1907 S 8320.
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