O! Damaschke richtig gehandelt hat, die Angelegenheit
der Kriegerheimstätten mitten im Kriege so, wie es
geschehen ist, zu betreiben, ist eine andere Frage. Der Vor-
schlag war gut gemeint. Er konnte aber auf unsere Trup-
pen nur günstig wirken, wenn die Reichsregierung ihn
aufnahm. Die Agitation konnte jedoch auf das Heer un-
günstig wirken und verhängnisvolle Folgen haben, wenn
die zuständigen Stellen nicht für den Vorschlag zu ge-
winnen waren. Es scheint, daß Damaschke, der nachher
alle Schuld auf Helfferich geworfen hat, das nicht bedacht
hat. Damaschke hätte als Privatmann weiser gehandelt,
wenn er mit seiner Agitation durch Vorträge und Flug-
schriften gewartet hätte, bis er die Regierung für seine
Vorschläge oder ~ wir den Krieg gewonnen hatten. Er
hat weder das eine noch das andere getan und hat da-
durch, daß er die möglichen Folgen nicht vorausgesehen
hat, eine große Verantwortung auf sich genommen, die
er nicht auf andere abwälzen kann. Die verwüstenden
Wirkungen des versagens der Regierung, von denen er
spricht, sind doch nur eingetreten, weil von unzuständiger
Seite Hoffnungen erregt worden sind, die nicht erfüllt
worden sind und in dem erwartetem Umfang kaum er-
füllt werden konnten.
Nach der Staatsumwälzung.
10? den Fortgang der Heimstättensache nach der
Staatsumwälzung vom 9. November 1918 ist auch
nicht viel gutes zu berichten. Ich bin mit vielem, was ge-
schehen ist, nicht einverstanden. Jch kann es nicht gut-
heißen, daß Damaschke nach der warmherzigen Unter-
stützung, die er an deutschen Fürstenhöfen gefunden hatte,
sich unmittelbar nach dem Umsturz an dessen vor der Ge-
schichte schwer belastete Urheber gewendet hat. Er hat
schon am 14. November 1918 als Vertreter des Hauptaus-
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