Full text: Nationale Bodenreform

heit, dieser Frage von höchster wirtschaftlicher und sogialpolitischer 
Bedeutung näherzutreten. Wir stehen mit unseren Wünschen nicht 
allein. In unserem Nachbarstaat, der Schweiz, ist eine Bewegung 
ins Leben getreten, welche die gleichen Ziele verfolgt. 
Die Männer, welche an der Spitze dieser Bewegung stehen, haben 
dem schweizerischen Bundesrate ihre Wünsche in einer ausführlichen 
Petition unterbreitet, welche wir uns in der Anlage beizufügen er- 
lauben.*#) Der schweizerische Bundesrat hat sich den schwerwiegenden 
Gründen der Petition nicht zu verschließen vermocht; er hat, veran- 
laßt durch dieselbe, die Kantonregierungen beauftragt, in ihren Ge- 
bieten eine Enquete zu veranstalten und über deren Ergebnis zu be- 
richten. In der zweiten Anlage beehren wir uns den vom schwei- 
zerischen Bundesrat aufgestellten Fragebogen beizufügen. 
Wir geben uns der Hoffnung hin, daß das hohe Haus unsere 
Petition seiner Beachtung würdige und nicht ssäumt, binnen möglichst 
kurzer Frist vorbereitende Schritte zu tun. Wir sind der festen 
Überzeugung, daß es nur auf dem angedeuteten Weg gelingen kann, 
die neueste große Errungenschaft von Wisssenschaft und Technik zum 
Woll des gesamten deutschen Volkes zu verwerten. 
Der Vorstand 
des deutschen Bundes für Bodenbesitzreform. 
Heinrich Fre e s e, Fabrikbesiter. 
6. Die Srrichtung 
von Stadt- oder Ratsapotheken. 
Berl in, den 30. November 1892. 
N tut Exzellenz Herrn Staatsminister Dr. Bos s e 
hier. 
Petition betreffend die Neuordnung des Apothekenwesens.**) 
Eurer Exzellenz 
gestattet sich der unterzeichnete Vorstand nachstehende Petition zu 
unterbreiten: 
R geighrift Frei Land 1891 Nr. 16. 
**) ebenso 1892 Nr. 45. 
448
	        
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