Schließlich würden auch die Einkünfte, welche die Gemeinden aus
den neu zu errichtenden Apotheken ziehen können, finanziell nicht
ohne Bedeutung sein, während die bisher konzessionierten Apotheken
durch die vorgeschlagene Verpachtung aller neukonzessionierten in
keiner Weise geschädigt werden können.
So glauben wir denn, daß die Kommunalisierung der neu zu
errichtenden Apotheken in vorgeschlagener Weise die Lösung dieser
Frage im Sinne der Gerechtigkeit und des allgemeinen Wohls her-
beizuführen geeignet erscheint.
Aus diesen Gründen glaubt der Vorstand an Eure Exzellenz die
Bitte richten zu dürfen:
„Die Kommunalisierung der neu zu errichtenden Apotheken
und ihre Verpachtung an dazu Befähigte gesetzlich einführen
zu wollen.“
Euer Exzellenz gehorsamster
Der Vorstand
des deutschen Bundes für Bodenbesitzreform
Heinrich Fre e s e Fabrikbesißzer, Dr. Ö r tm ann Privatdozent,
Be r g Rechtsanwalt, Ad. D ama s ch k e Lehrer, Wilh. Ollen -
d o r f Kaufmann, Professor Büchner, Fritz B o r st e ll Stadt-
verordneter, Max R o ß Buchdrucker, Dr. B i e b e r Rechtsanwalt,
Otto Sch ul z e Schriftsteller.
7. Der Verkauf von fiskalischen Grundstücken.
Berl in, den 25. Mai 1893.
An Seine Exzellenz
Herrn General der Infanterie, Staats- und Kriegsminister
von Kalten bor n-Stacha u
in Berlin.
Petition betreffend den Verkauf militärfiskalischer Grundstücke.*)
(Eurer Exzellenz
gestattet sich der unterzeichnete Vorstand nachstehendes Gesuch ge-
horsamst zu unterbreiten:
D yu) zeitschrift Frei Land 1893 Nr. 12.
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