getan hat, ist wohl nicht richtig.k) Geräumige Höfe mit
Gartenanlagen und Spielplätzen für die Kinder, mit Ver-
einsräumen, Büchereien und Spielschulen haben diese
Häuser zu einem Wohnungideal gemacht. Gleichartige
Vereine sind in vielen deutschen Städten entstanden. Die
Bodenreformer haben nicht zu bereuen, daß sie sich dieser
großen Sache schon in ihren Anfängen angenommen
haben.
(F° ist mir trotz meiner großen Vorliebe für diese Ver-
eine nicht verborgen geblieben, daß sich gegen ihre
Einrichtungen, die aus der Praxis hervorgegangen sind,
theoretisch manches einwenden läßt. Die Grundstücke
und Gebäude sind, wie ich schon erwähnt habe, gemein-
schaftliches Eigentum der Mitglieder. Die Wohnungen
sind zu den Selbstkosten an die Mitglieder vermietet wor-
den. Die Mieter sind vor unwillkürlichen Mieterhöhungen
und Kündigungen sicher. Die Herstellungkosten der Häu-
ser und die Bodenpreise bleiben aber nicht die gleichen
und es müssen sich daraus zwischen den alten und den
neuen Häusern und alten und neuen Mitgliedern Ver-
schiedenheiten ergeben.
Auch der Zinsfuß für Hypotheken und die Kosten der
Unterhaltung der Häuser bleiben, wie der Krieg gezeigt
har nicht die selben, und die Absicht, an den festgesetzten
f ieten dauernd festzuhalten, hat sich nicht durchführen
assen. Der Gang der Welt kehrt sich leider nicht an wohl-
meinende Absichten.
Man hat gegen diese Vereine auch geltend machen
wollen, daß das gemeinschaftliche Eigentum der Genossen
kein Eigentum der Gesamtheit im Sinne der Bodenre-
former sei. Die Wertsteigerungen, die durch Aufwen-
dungen des Staats oder der Gemeinden entständen, dürf-
der Na UD! Fre. r I. Y1/q.: 14. Aufl., S. 64, 86. Geschichte
15 Freef e, Bodenreform “
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