Tt meinem Eintritt in den Vorstand des Bauvereins,
dessen bisherige geschäftliche Leitung sich als
wenig geordnet erwies, ist mir eine große Arbeitlasst zugefallen.
Zu Vorsitzenden wurden nach dem plötzlichem
Tode des ersten Vorsitzenden Martin, der Steindrucker
Ludwig Schmidt und der Prokurist Ernst Roscher gewählt,
mit denen mich langjährige Freundschaft verbunden hat.
Ich bin zum Kassenführer des Vereins gewählt worden,
und ich habe die mit diesem Amte verknüpften Arbeiten
16 Jahre bewältigt. Die Sitzungen des Vorsstandes und
Aufsichtrats, die Abrechnungen mit den zahlreichen Zahlstelleninhabern
und den Hausverwaltern, die Zahlungen,
die an jedem Wochenabschluß an die Bauhandwerker und
Lieferanten zu leisten waren und die mit dem Hypothekenverkehr
und Zinsendienst verbundenen Kassengeschäfte
haben zeitweise große Ansprüche an mich gestellt, denen
ich neben meinen Berufpflichten als Fabrikant zuweilen
nur mit Mühe nachkommen konnte.
Es ist unvermeidlich gewesen, daß unter diesen Aufgaben
die Veranstaltungen des Bundes für Bodenbesitzreform
leiden mußten. Der zweite Vorsißende Dr. Harmening
wohnte auswärts, und der dritte Vorsitzende Damaschke
war neben seinem Berufe als städtischer Lehrer
durch seine Stellung als Bundesschriftführer der deutschen
Naturheilvereine und als Schriftleiter der Zeitschrift:
„Der Naturarzt“ sehr in Anspruch genommen.
Als er Ende Mai 1893 nach der Ablehnung seiner Vorschläge
in Sachen der Reichstagwahl die Schriftleitung
von Frei Land zum zweitem mal niederlegte, habe ich
auch diese noch übernehmen und bis zum Schlusse des
Jahres durchführen müssen.
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