Full text : Wert und Kapitalprofit

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sondern die Herstellung bestimmter Gesamtabläufe von Zuständen
 (für längere oder kürzere Zeit), welche als Ganzes erfaßt
werden, tatsächlich bestimmend ist“ (II, S. 16).
Das ist vollkommen richtig und stimmt mit unserer kritischen
Auffassung durchaus überein. (Vgl. Theorie S. 138 u. 141.) Aber
Mayer, der (I, S. 446) noch mit dem ganzen Stolz seiner Schule
die objektivistische Theorie als die „überwundene Wertlehre“ bezeichnet,
 scheint sich, als er diesen Fortschritt machte, doch noch
nicht klar darüber gewesen zu sein, daß es ein Schritt fort über
die Grenze und aus dem Bezirk seiner Schule heraus gewesen ist.
Folgendes nämlich ist festzustellen: wenn, wie es in der Tat der
Fall ist, das wirtschaftende Individuum „die regelmäßige Wiederkehr
 der Bedürfnisse in der Zeit in Betracht zieht“ und in Betracht
 ziehen muß, wenn es nicht „seine Existenz negieren und
aus der Reihe der empirischen Wirtschaftssubjekte ausscheiden
will“; wenn es also mit anderen Worten über eine größere Zeitspanne
 fort derart disponieren muß, daß es periodisch aus seinen
Einnahmen bestimmte Wertdinge (Güter und Dienste) erwerben
muß: so muß ihm der Marktpreis sowohl seiner eigenen Produkte
 wie der zu erwerbenden fremden Produkte annähernd bekannt
 sein: sonst ist irgendeine wirtschaftliche Disposition offenbar
 unmöglich. Und damit ist denn jener Zirkel unwidersprechlich
 gegeben: die Preise müssen bekannt sein, damit jene subjektiven
 Wertfunktionen entstehen können, aus denen dann wieder
die Preise abgeleitet werden.
Wir möchten fast die Vermutung wagen, daß der scharfsinnige
Verfasser seit der Veröffentlichung jener beiden ersten Aufsätze
bereits selbst zu ähnlichen Schlüssen gekommen ist. Das wäre
wenigstens eine zureichende Erklärung für die immerhin auffällige
Tatsache, daß der Schluß der Artikelreihe seit bald 4 Jahren auf
sich warten läßt.
Noch viel schlimmer geht ein ausgezeichneter Theoretiker mit
der Schule ins Gericht, der zwar nicht als ihr orthodoxer Anhänger
bezeichnet werden kann, der ihr aber doch immer nahe gestanden
hat: Alfred Amonn. Er hat im zweiten Bande der Festgabe
für Lujo Brentano eine längere Abhandlung unter dem Titel
„Der Stand der reinen Theorie“ erscheinen lassen, in der er sich
(unter 2) auch mit der Grenznutzenschule beschäftigt, und sein Verdikt
 ist geradezu vernichtend. Er schreibt den Anhängern der
Lehre ins Stammbuch, daß sie „in erster Linie Psychologen sein
und Psychologie treiben müssen. Allein sie sind auf diesem Ge-
            
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