Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

Werkstätteneinrichtung 
Bei Neueinrichtungen, Erweiterungen und Umbauten von Werk- 
Stätten übernimmt das Forschungsinstitut die Beratung im Sinne der 
Wirtschaftlichen Betriebsführung, also z. B, unter Berücksichtigung 
eines günstigen Produktionsganges, geeigneter Aufstellung von Ma- 
Schinen, vorteilhafter Lage von Vorrats- und Lagerräumen usw. 
Selbstverständlich kann dabei Architektur sowie Anfertigung der 
Baupläne usw. nicht Sache des Forschungsinstituts sein, welches 
Sich lediglich mit den Fragen der Wirtschaftlichkeit zu befassen hat. 
Das erfreuliche Interesse des Handwerks an allen Fragen neuzeit- 
licher und wirtschaftlicher Werkstätteneinrichtung geht einerseits 
aus den zahlreichen dem Institut zugehenden diesbezüglichen An- 
fragen hervor, andererseits aus der regen Beteiligung, deren sich 
eine im Jahre 1924 ausgeschriebene Preisaufgabe erfreuen durlte. 
Das Forschungsinstitut stellte damals folgende Aufgabe: 
„Für einen Handwerksbetrieb mittlerer Größe ist eine durch 
Zeichnungen oder Skizzen erläuterte Beschreibung von Betriebs-, 
Werkstätten- und Lagereinrichtungen zu geben, die den Anfor- 
derungen wirtschaftlicher Betriebsführung entspricht. Es ist davon 
auszugehen, daß es sich um neu zu erstellende Betriebsräume auf 
einem unbebauten Platze handelt, so daß bestimmte Grundrißgröße 
und -anordnung nicht vorgeschrieben wird, In der Beschreibung 
ist anzugeben, mit welchen Einrichtungen Betriebsräume, Werk- 
Stätten und Lager ausgestattet sind, und aus der Zeichnung muß 
hervorgehen, wo die einzelnen Einrichtungen aufgestellt werden 
Sollen. Soweit das für den betreffenden Beruf in Betracht kommt, 
ist die Ausstattung des Betriebes mit Maschinen zugrunde zu legen. 
Besonders erwünscht ist es, wenn zu der Beschreibung der Lager- 
räume auch Zeichnungen oder Skizzen über Lagergestelle, Regale, 
Ständer, Gerüste gegeben werden.“ 
Von den aus dem Malergewerbe eingegangenen Lösungen wurden die 
beiden folgenden mit Preisen ausgezeichnet: 
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