Full text: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

Aufschluß verbietet und dann auch selber nicht erfährt, was 
es an Wirtschaftskräften hat und ins Treffen führen kann. Die 
Zeiten derartiger bergbaufeindlicher Ackerbaustaatenpolitik 
sind eben vorbei. Heute steht sich jedes Land dann am besten, 
wenn es seine geologischen und bergwirtschaftlichen Karten 
aufdeckt, mit offenen Waffen in die Weltwirtschaftsarena tritt 
und den ihn von der Natur und von den Zeitumständen ge- 
wiesenen Platz einnimmt. Also nicht nur wünschenswert, son- 
dern sogar notwendig ist für jedes Land die Teilnahme an den 
Weltlagerstätten-Inventuren, wenn die Waffen „gut und gleich“, 
d. h. die Berechnungsmethoden einheitlich und kontrollierbar 
sind. 
Das alles kann nur allmählich durch die oben angedeutete 
wissenschaftliche Einsicht in die Relativität der ständig wech- 
selnden Bauwürdigkeitsbedingungen erreicht werden! Und 
deshalb wird hiermit zu einer „Bergwirtschaftlichen Arbeits- 
gemeinschaft“ eingeladen, die zunächst wissenschaftlich tiefer 
schürfen, die Ergebnisse dann aber auch wirtschaftspolitisch 
auswerten soll. 
ANMERKUNG: 
%) S. 54: Es war ein Grundirrtum vieler Berggesetze des vorigen Jahr- 
hunderts, die Verfügungsrechte über alle Mineralarten und die verschiedenen 
Formen ihres Vorkommens gleichmäßig ordnen zu wollen — in An- 
lehnung an ältere Bergordnungen, die aber nur „Erze“ in „Gangform“ im 
Auge hatten. 
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