verwenden zu dürfen und — vielleicht gerade auf Grund einer
bewußten Vergangenheits-Skepsis! — in die Zukunft der Wissenschaft
und der Politik etwas hoffnungsvoller sieht — und
nur an so Eingestellte wendet sich dieser Aufruf — für den sei
folgendes zur Begründung dieses zweifachen Versuches ausgeführt:
ı. Es wird zugegeben, daß es sich nur um Schätzungen, um
Annäherungswerte, sogar um ständig zu revidierende, weil
ganz relative Angaben handeln kann. Ja gerade diese Relativität
soll aufgedeckt werden und die Problematik, ja Unrichtigkeit
und Irreführung der bisherigen Vorratszahlen nachgewiesen
werden. Die ständige Weiterbenutzung dieser Vorratsschätzungen
in wirtschaftspolitischen Debatten und für handelspolitische
Maßnahmen muß aufhören. Aus dieser Einsicht in die Relativität
folgern wir gerade die Notwendigkeit eines tieferen
Eindringens in die wissenschaftlichen Grundlagen und leben
der Hoffnung, daß die theoretische Beschäftigung mit diesen
Dingen uns neue Einsichten erschließt und zunächst wissenschaftlich
und sodann auch wirtschaftlich vorwärts bringt, d. h.
eben „einsichtiger“ macht. Jeder wisserischaftliche Fortschritt
beruht bekanntlich allein auf einem derartigen „hoffnungsvollen
Skeptizismus“.
2. Ähnlich liegt die andere, die wirtschaftspolitische Frage.
Es handelt sich um den Glauben an die Weltwirtschaft, an
Verständigungsmöglichkeiten auf Grund des Verstehens der
machtpolitischen Grundlagen, welche jedes Land in seinen
Lagerstätten besitzt — „birgt“ —, aber nicht mehr verbergen
kann vor anderen, es sei denn, daß es jede Forschung, jeden
Krahmann., Arbeitsgemeinschaft
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