Zu Punkt 9) Aus- und Einfuhr. — Auf dem Gebiete der Außenhandelsstatistiken kann
man, von den methodischen Mängeln mancher Statistiken allerdings abgesehen, im großen
und ganzen Vollständigkeit feststellen. Wenn in den Außenhandelstabellen des Anhangs
(Tabellen 1a und b, 2a und b) einige Lücken vorhanden sind, so handelt es sich entweder um
Länder, bei denen in einigen Nachkriegsjahren durch völlige Entwertung der Landeswährungen
die Angabe von Werten unmöglich war (Deutschland 1920—1922 bzw. 1923, Österreich
1921, Ungarn 1920—1923, Baltische Staaten 1920—1922, Polen 1920—1921, Rußland 1920) oder
um solche Länder (meist reine Einfuhrländer), deren letztjährige Außenhandelsstatistiken bisher
noch nicht zur Verfügung standen (Portugal, Dänemark, Bulgarien; Griechenland,
Marokko, Niederl.-Indien, Australien, Brasilien, Chile, Columbien)*), oder um einige Länder,
für welche für einzelne Jahre keine Einfuhrergebnisse vorlagen (Portugal 1913, Jugoslavien
1913, Marokko 1908, Neuseeland 1913, 1920 bis 1921, Mexiko 1922, Cuba 1920—1925),
endlich um einige am gesamten Welthandel in geringerem Maße beteiligte Länder, für welche
überhaupt keine oder unvollkommene Einfuhrstatistiken zur Verfügung stehen (wie Türkei,
Algier, Tunis, Peru, Bolivien, Uruguay, Colombien). In den zwei Hauptzusammenstellungen
konnten jedoch diese Lücken zu einem großen Teil durch Schätzungen ausgefüllt werden.
Zu Punkt 10) Verbrauch auf die Kopfzahl und nach Ländern. — Ziffernmäßige Angaben
über den Bedarf eines Landes ergeben sich aus den betreffenden Maschineneinfuhrziffern, bei
Maschinenproduktionsländern in Kombination mit den Produktions- und den Ausfuhrstatistiken.
Das zu dem Punkte 3 und 9 Gesagte gilt also auch für diesen Punkt.
Zu Punkt 11) Preise. — Statistiken über die Preisgestaltung im Maschinenbau sind bisher
nur ganz vereinzelt veröffentlicht worden, und zwar für einige Landmaschinenarten in den
Vereinigten Staaten sowie monatliche Indexziffern der Maschinenpreise für Deutschland (nach
den Erhebungen des Statistischen Reichsamts).
Zu Punkt 12) Industrielle Organisation, Ein- und Verkaufsverbände. — Material zur Beurteilung
der industriellen Organisation des Maschinenbaues der Welt endlich, liegt nur sehr
unvollkommen vor. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, stehen sowohl über die Bedeutung
der Verbände der Maschinenindustrie im Rahmen der einzelnen Volkswirtschaften und ihre
innere Organisation und Verbandstätigkeit als auch über die Verbreitung und Tätigkeit von
Kartellen und Trusts keine ausreichenden Angaben zur Verfügung. Die vorliegende Denkschrift
beschränkte sich infolgedessen auf die Nennung der wirtschaftlichen Spitzenverbände
des Maschinenbaues in den einzelnen Ländern”).
B. Methodisches zur Maschinenstatistik.
I. Allgemeines.
1. Abgrenzung der Maschinenindustrie.
Alle internationalen Vergleiche von Maschinenstatistiken sind vor allem deshalb erschwert,
weil sich bisher keine international einheitliche Auffassung der Begriffe ‚Maschine‘
und „Maschinenbau“ durchgesetzt hat. So z. B. wird die Produktion des Maschinenbaues
vielfach mit anderen Zweigen der Metallindustrie zusammengefaßt, so daß es dann unmöglich
ist, den Produktionsumfang der „reinen‘“ Maschinenindustrie festzustellien®). Es erscheint
deshalb als ein besonders dringendes Erfordernis, daß international eine einheitliche Abgrenzung
des Begriffes „Maschine“ vorgenommen wird. Das gleiche gilt für eine internationale
Verständigung über getrennte Erfassung der Produktion von Gießereierzeugnissen und
Maschinen und über die Abgrenzung des Maschinenbaues gegenüber Reparaturwerkstätten. _
Bei der Zusammenstellung des Materials für diese Denkschrift wurden, soweit dies möglich
war, außer den regelmäßig als Maschinen angesehenen Erzeugnissen — entsprechend dem
Arbeitsgebiet des Vereins Deutscher Maschinenbau-Anstalten — auch folgende Maschinenarten
mitberücksichtigt:
*) Für Tschechoslowakei und Norwegen sind die genauen Ausfuhrziffern erst aus den bisher
noch nicht erschienenen Jahresbänden für 1925 zu ersehen.
°) Vgl. die Aufstellung oben im zusammenfassenden Teil.
°) Bei der Zusammenstellung des Materials für die vorliegende Denkschrift wurden die Produktions-En
ie benhandelszahlen nach Möglichkeit „bereinigt“, was teilweise allerdings nur mit Hilfe von Schätzungen
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