Full text : Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

22 Rußlands Wolframlagerstätten
WO 6%
ReO 2 1 2%
MnOR 0 U
CORE %
SOLLEN 0,26 %
99,26%
Sie entspricht ungefähr den Ergebnissen früherer chemischer
Untersuchungen, die in ihrem geringen Mangangehalt alle auf eine
Abart des Ferberits hindeuten.
Über die Vorräte der Lagerstätte ist nichts Genaues bekannt.
Der nördliche, ‘mit Wald bedeckte Teil des Massives blieb bisher
unerforscht und auch die Schürfungen auf der Südhälfte tragen
einen unsystematischen, zufälligen Charakter.
Die Erzzonen scheinen sich nicht über den ganzen Südabschnitt
zu erstrecken, sondern konzentrieren sich z. T. an erzführenden
Streifen, die mit dem Verlauf der Gänge übereinstimmen. Bisher
hat man vorwiegend auf den Verwitterungszonen, den sog. Seifen,
gebaut, bei deren lockerer, grusiger Beschaffenheit die Gewinnung
keinerlei Schwierigkeiten bereitete. Hier gelangten bereits „Sande“
mit 0,1% W O,;, durchschnittlich mit 0,5 % zur Förderung.
Die Mächtigkeit dieser Deckschichten schwankt zwischen 0 und
2. m. Beim unverwitterten anstehenden Gestein betrug der Erzgehalt
 1,5 %. Auch das Quarztopasgestein führte nach den
Untersuchungen des Geologischen Komitees 0,25—0,75 % W Os.
Leider mußte dieses erzführende Gestein infolge Mangels eines
Pochwerkes auf die Halden geworfen werden, während das aus
seinem Verwitterungsprodukt hervorgegangene Eluvium im Jahre
1917 bergmännisch gewonnen und aufbereitet wurde. Hierbei
erzielte man einen Durchschnittsgehalt von 0,25 % W Oz und
0,025 % Bi, doch sind diese Zahlen, den schlechten Arbeitsmethoden
 entsprechend, sicher zu niedrig gegriffen und dürfte in
beiden Fällen das Doppelte anzunehmen sein.
Sowohl im anstehenden Gestein als auch in dessen Verwitterungsrinde
 zeigte sich, daß eine Anreicherung der Gangführung
mit einer Verarmung des Salbandes und umgekehrt zusammenfiel.
Der im Handbetrieb ausgeführte Abbau und die nassen Aufbereitungsmethoden
 waren technisch sehr unvollkommen. Das
zur Aufbereitung erforderliche Wasser wurde einer am Kontakt
von Granit- und Nebengestein entspringenden Bachquelle ent-
            
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