Full text : Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

7 v. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 5728
L nommen. Bei trockener Jahreszeit machte sich ein Wassermangel
fühlbar, immerhin kann an Ort und Stelle auf Erschließung weiterer
Wassermengen gerechnet werden.
Tetjaev spricht das Wolframitvorkommen des Serlovaja-Gora
 als abbauwürdig an. Begünstigt wird dieses durch die
Nähe der Eisenbahn, die nur 27 km entfernt ist, und durch das
gleichzeitige Vorkommen von abbauwürdigen Wismutmineralien.
Die bisherigen Untersuchungen bieten leider keine sicheren Anhaltspunkte
 über die Verbreitung der erzführenden Zonen, deren
Ausdehnung und die abbauwürdige Teufe der wolframitführenden
Linsen. Der Schwerpunkt der Lagerstätte liegt anscheinend bei
den eluvialen Seifen.
Aus dem Eluvium wurden im Jahre 1917 2,6 t Wolframkonzentrat
 und 0,26 t Wismut. gewonnen. Die Gesamtausbeute
der Sommerarbeit betrug bei 50 Mann Belegschaft gegen 8,.1.t
Wolframerz mit 70 % W O3 und 0,8 t Wismut mit 60 6 Bi... Im
vorhergehenden Sommer ergab die Förderung der Monate Mai
und Juni 5,3 t Wolframerzkonzentrat, bei einer Belegschaft von
40—50 Mann.
3. Die Lagerstätte von Charanor,
Nahe der russisch-mongolischen Grenze, etwa 8 km abseits
der transsibirischen Eisenbahnstation Charanor, liegt die gleichnamige
 Wolframlagerstätte. Die gewellte Gebirgsgegend gehört
bereits zum Steppengürtel und zeichnet sich durch ausgesprochene
Wasserarmut aus.
Die Erzvorkommen sind eng mit dem 3 km Durchmesser
erlangenden runden Granitmassiv (Fig. 11.S.75) verknüpft, an dessen
Flanken sich Sedimente — Konglomerate und Sandsteine — anlegen.
Einzelne Ausläufer des Granits ragen apophysenartig in das
Nebengestein hinein, dessen Kontaktzone nur an wenigen Stellen
frische Aufschlüsse zeigt. An der Zusammensetzung des mittelkörnigen
 Biotitgranits beteiligen sich Rauchquarz, Mikroklin,
Mikroklin-Perthit, saurer Plagioklas und Biotit.
Erze gibt es ausschließlich am Südwestabhang des Massivs,
woselbst das Gestein starke Veränderungen aufzuweisen hat und
einer wesentlichen Verquarzung unterworfen worden ist, die im
Auftreten kleinerer und größerer Quarzgängchen und -Gänge
zum Ausdruck kommt. Teilweise hat auch das Granitgestein
            
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