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Augenblicklich deckt die nordamerikanische Union ihren Be-
darf an Reis fast vollkommen im eignen Lande; die Ausfuhr aber
ist auf ein Minimum herabgegangen. Bei dem schnellen Wachs-
tum der Bevölkerung der Vereinigten Staaten dürften diese wohl
kaum nochmals ein bedeutendes Ausfuhrland für ie KeF
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4. Südsee und Australien.
Während auf den kleinen Inseln des Atlantischen und des
Indischen Ozeans die Reiskultur fast keine Verbreitung ge-
funden hat, ist sie auf verschiedenen Inseln des Stillen Ozeans
im Laufe des vorigen Jahrhunderts eingeführt worden und hat
hier z. T. Fortschritte gemacht, so auf den Hawaischen Inseln
und den Fidji- Inseln, weniger auf Neu- Caledonien, das
wenig fruchtbaren Boden und Mangel an Wasser hat. In Neu-
Guinea ist die Reiskultur erst von den Deutschen eingeführt
worden. 1914 standen in Deutsch-Neu-Guinea 44 ha unter Reis:
Auf dem Festlande von Australien hat man in Queensland,
das noch zum größten Teil in das Gebiet der Tropen fällt, Ver-
suche mit dem Anbau von Reis gemacht, scheint aber keine
guten Resultate erzielt zu haben; denn das an sich schon sehr
beschränkte Reisareal ist beständig zurückgegangen. In Neu-
Südwales haben die hohen Arbeitskosten, der Mangel an ge-
eignetem Land und die Schwierigkeiten der künstlichen Be-
wässerung die Ausdehnung der Reiskultur verhindert.
5. Europa.
Hier kommt auch nur der südliche Teil, die drei großen Halb-
inseln, in Betracht. Nach der östlichen ist die Reiskultur von
Kleinasien durch die Türken gebracht worden, hat dort aber
nur geringe Ausdehnung in der Türkei, Griechenland, Bul-
garien und Rumänien gefunden.
In Spanien hat der Reisbau schon zur Zeit der Araberherr-
schaft Fuß gefaßt und sich bis heute erhalten. Ausgezeichneten
Boden findet er in den Ebenen am Unterlauf der großen Flüsse;
die Temperatur reicht stellenweise an die der Tropen heran,
und wenn auch die Sommer ziemlich regenarm sind, so ist man
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