114
6. Welterzeugung, Handel und Verbrauch.
Die Hauptdaten hierüber lassen sich folgendermaßen zusammenstellen.
In allen Erdteilen wird heute Reis gebaut; nur
wenige Gebiete der Erde aber liefern erheblicheren Überschuß,
der im Welthandel erscheint. Die gesamte Welterzeugung
dürfte sich auf rund 100 Mill. t belaufen. Davon bringt China
allein schätzungsweise 40 Mill. t hervor, Britisch-Indien einschließlich
Burma 34 Mill. t (1916/17); in weitem Abstande folgen Japan
mit 7 Mill. t, Java mit 6 Mill. t, Indochina und Siam mit je 4,5 Mill. t,
Korea mit etwas über 1,5 Mill. t (1916). Für alle übrigen reiserzeugenden
Länder zusammen bleibt also wenig genug übrig.
Als Ausfuhrländer failen nur Indien, Indochina und Siam
ins Gewicht. Copeland (43, S.332) gibt als annähernde
Zahlen des augenblicklichen Ausfuhrüberschusses folgende an:
MÄNTEL GO0.000;E
N
STAR ET S00000 €
Vereinigte Staaten „1. u 300000 €
HC A En 80 000 t
SPC 0 ENT EEE 50000 t
Brasilien N a EN 50000 t
BErSICH AR At N a 50000 t (?)
Kin weiterer kleinerer Überschuß wird noch erzeugt in Madagaskar,
Irak, Brit.-Guyana und in manchen Jahren in Ägypten.
Derinternationale Reishandel wird auf jährlich 6400000 t
geschätzt; doch sind in dieser Zahl ziemlich große Rückexporte
enthalten. Holland führt in der Regel mehr als 200 000 t aus,
und Deutschland nicht viel weniger.
Aber nicht nur die Hauptlieferanten, sondern auch die Haupteinfuhrländer
für Reis liegen im Orient. so daß im asiatischen
Schiffsverkehr der Reis sogar die Kohle überbietet. China,
Japan, Britisch-Malaya und Niederländisch-Indien dürften je
eine Einfuhr von mehr als 0,5 Mill. t jährlich aufweisen, Ceylon
mehr als 300 000 t, die Philippinen in manchen Jahren wenigstens
an 150 000 t. Eine kleine Gruppe von Ländern. wie Java
und Japan, führen geringe Mengen hochwertigen Reises aus,
aber viel mehr billigen ein. Die großen, dichtbevölkerten Reiche