Contents : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Wurzelgewächse,  Kartoffeln  und  Rüben.

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Darauf  werden  die  sämtlichen  Exemplare  gewogen,  um  das  Durchschnittsgewicht
zu  erhalten;  wenn  die  größeren,  mittleren  und  kleineren  Exemplare  getrennt  untersucht ­
  werden  sollen,  werden  auch  deren  Gewichte  getrennt  ermittelt.
2.  Bestimmung  des  Wassers.  Die  sorgfältigst  gereinigten  Knollen  oder  Rühen
werden  in  tunlichst  dünne  Scheiben  geschnitten,  die  Scheiben  an  vorher  gewogenen
Messingdrähten  mit  Bügel  (oder  auch  an  Fäden)  aufgereiht,  gewogen,  in  einen
Trockenschrank  gebracht  und  bei  50—60°  so  lange  getrocknet,  bis  die  Schnitte
hinreichend  spröde  sind  behufs  Zerkleinerung  mit  der  Schrotmühle.
Im  ganzen  verwendet  man  700—1500  g.
Um  eine  tunlichst  große  Anzahl  Exemplare  verwenden  zu  können,  teilt  man
hie  Knollen  und  kleineren  Rüben  in  2  Hälften  und  zerschneidet  je  die  eine  Hälfte
zu  dünnen  Scheiben.

Aber  auch  das  würde  für  große  Rübenkörper  hei  Anwendung  von  mehreren
Exemplaren  zu  viel  zum  Trocknen  geben.  Diese  teilt  man  daher  kreuzweise  in
Teile  und  nimmt  von  jedem  Viertel  eine  oder  mehrere  entsprechende  Schnitte.
ac h  dem  Trocknen  läßt  man  sie  einige  Stunden  an  der  Luft  liegen,  wägt  und
zerkleinert  auf  einer  geeigneten  Schrotmühle.
I  on  der  vorgetrockneten,  gepulverten  Substanz  werden  5—10  g  bis  zur  Beuudigkeit
  des  Gewichtes  bei  105—110°  weiter  getrocknet;  die  Berechnung  des
ursprünglichen  Wassergehaltes  erfolgt  wie  bei  No.  I  (Grünfutter)  S.  255  u.  f.
In  anderen  Fällen  kann  man  auch  den  Gehalt  an  Wasser  bezw.  an  Trockenen ­
  „stanz  in  der  Weise  bestimmen,  daß  man  von  dem  feinen,  mit  einer  Kartoffel-  oder
h  enreibe  hergestellten,  gut  durchgemischten  Brei  100—200  g  in  flachen  Porzellan-T,
  ; en  erst  auf  dem  Wasserbade  eindunstet,  dann  anhaltend  bis  zur  annähernden
Inständigkeit  des  Gewichtes  bei  105—110°  im  Trockenschranke  weiter  trocknet.
c  lerer  ist  die  völlige  Austrocknung  im  Vakuum  bei  100°.
g  ,  Die  Bestimmung  der  übrigen  Bestandteile  erfolgt  in  der  lufttrocknen
’s  anz  nach  den  unter  A  S.  208—251  angegebenen  Verfahren.
e  ,  Für  die  Darstellung  des  wässerigen  Auszuges  nimmt  man  entweder  eine
'  j )re chende  Menge  der  lufttrocknen  Substanz  oder  auch  des  feinen,  gut  durchsetzen ­
  Breies  und  behandelt  diese  wiederholt  mit  ausgekochtem,  kaltem  Wasser.
3  e-  man  Bloß  Glukose  und  Saccharose  bestimmen,  so  zieht  man  2  bis
die  1 er  Bilttrocknen  Substanz  wiederholt  mit  80—85  °/ 0 -igem  Weingeist  aus,  bringt
Best  USz11ge  au ^  ein  bestimmtes  Volumen  und  entnimmt  hiervon  aliquote  Teile  zur
■’  miniung  der  Zuckerarten  nach  S.  227—234.
Die  Bestimmung  des  Zuckers  in  „Zuckerrüben“  ist  weiter  unten  besprochen,
ge  ® o11  auch  eine  Bestimmung  der  Stärke  —  z.  B.  in  Kartoffeln  —  vor-S
 p  , men  werden,  so  verreibt  man  eine  etwa  3—4  g  Trockensubstanz  ent-Wiede
  ^ enge  Kartoffel-  bezw.  Rübenbrei  mit  kaltem  Wasser  und  läßt  unter
Plüss'  /  . tem  tüchtigen  Durchrühren  eine  Stunde  stehen.  Hierauf  gießt  man  die
Pließ  .  ? lt}  oFne  ^ en  Bodensatz  aufzurühren,  auf  ein  Filter  von  gut  filtrierendem
Unter  t J? ler  ’  zu ^ e tzt  wird  das  Ungelöste  auf  das  Filter  gebracht,  mit  kaltem  Wasser
Dlass  I  •  niner  Wasserluftpumpe  vollständig  ausgewaschen,  das  Filter  auf  eine
Pläsch  b 1,)e  ailsgeFre itet  und  der  Inhalt  sorgfältig  in  ein  150—200  ccm  fassendes
wie  q  ooo  ® es P*Ut,  die  Wassermenge  auf  etwa  200  ccm  gebracht  und  die  Stärke,
2ö8  u  f  ar
Bode  S.  241

ii.  f.  angegeben  ist,  bestimmt.  Vergl.  auch  das  Verfahren  von  Baumert
3.  241.
We  -  Bestimmung  der  Asche  ist  in  zuckerhaltigen  Rüben  oder  Flüssigkeiten
gen  ^ er  schweren  Verbrennung  der  eingeschlossenen  Kohle  durchweg  recht
            
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