Peptonfutter.
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In ein tariertes, etwa 200 ccm fassendes Erlenmeyer-Kölbchen werden
10,00 g Substanz gebracht, darauf aus einer Pipette 100 ccm Wasser zugegeben,
das Ganze gewogen, das Kölbchen sofort mit einem auch an der unteren Fläche
dicht an das Glas anschließenden Gummistopfen verschlossen und unter häufigem
Uiuschtttteln 2 Stunden lang bei Zimmertemperatur stehen gelassen.
Nach Verlauf dieser Zeit wird in ein 25 ccm fassendes Reischauersches
Pyknometer filtriert, nach dem Temperieren auf 15° auf die Marke eingestellt und
durch Wägung das spezifische Gewicht des Filtrats bestimmt. Man hat dann alle
notwendigen Unterlagen.
Es wird vorausgesetzt, daß
M = 1,69 und T = 0,046 ist.
Kölbchen + 10 g Substanz Wasser wiegt 149,790 g
Kölbchen leer 39,763 „
Also Gewicht des zugesetzten Wassers 100,027 g
Gewicht des in der Substanz schon enthaltenen Wassers . . 0,786 „
also W = 100,813 g
Die angewendete Menge Trockensubstanz beträgt a = . . . 9,214 „
Als spezifisches Gewicht der Lösung wurde gefunden s = . 1,0145 ,,
Setzt man alle diese Werte in die oben abgeleitete Formel ein, so erhält man:
Mx = 1,69
100,813 (1,0145 — 1) - 9.214.0.046 _ 1.4618 - 0.4238
1,69 (1 — 0,046) — 1,0145 “ 1 1,6123 - 1,0145
1.0380
~ 1,by • 0,5978 - g '
Es sind also in den 10 g angewandter Substanz 2,93 g, entsprechend 29,3 0 . 0
assetrockensubstanz, enthalten.
Die Verfahren von Schmoeger wie Neubauer liefern beide richtige Erge )-ni
®e; auch zeigt H. Neuhauer, 1 ) daß zwischen der von ihm benutzten Größe T und
der Konstanten von Schmoeger (wasserunlöslicher Anteil der Trockensubstanz des
■Melasseträgers) eine Beziehung besteht.
Mel
, „ 10. Garantien im Handel mit Melassefutter. An die Verkäufer von Melasse
Futtermitteln ist nach dem Beschlüsse des Verbandes laudw. Versuchs-Stationen i. D U
dle Anforderung zu stellen, daß sie nicht allein für bestimmte Gehalte an Nährstoffen und
iU1 Melasse, sondern auch für die Art der vorhandenen Melassetrager Garantie lelste “ ,
. t 11. Wertschätzung der Melassefuttermittel. Der Wert des Melassemischfutte
lät nach dem Marktpreise der das Futter zusammensetzenden Stoffe, also der Melasse uu
sonstigen Zusätze zu bemessen.
V. Peptonfutter,
ei nem ^? ter diesem Namen werden verschiedene Erzeugnisse verstanden. Nach
Und r , sc k la g e von A. Braun in Wiesbaden soll man saure Milch, Kartoffeln
p e _. *'^deschrot zu einem Brei verarbeiten, diesen durch Erwärmen auf 62,5°
fein n usiereir ‘, darauf durch Zusatz von Natriumkarbonat alkalisch machen und mit
v °rsteh UU <ter Pankreasdrüse vom Schwein vermischen. In ähnlicher Weise wie
Und p ei K <is »Schweinefutter“ soll Milch durch direkten Zusatz von Natriumkarbonat
bar sind leassa ^ pcptonisiert werden. Da derartige Erzeugnisse sehr wenig haltj,.
! so setzen sie ihrer Anwendung von selbst Schranken.
Werken“ 1 * ;uit ' ores : von E. Plönnis angegebenes und von den „Deutschen Peptonaui
dem Berliner Viehhof angewendetes Verfahren besteht angeblich darin,
1 Landw - Versuchs-Stationen 1904, 60, 243.