Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Peptonfutter.

265

In  ein  tariertes,  etwa  200  ccm  fassendes  Erlenmeyer-Kölbchen  werden
10,00  g  Substanz  gebracht,  darauf  aus  einer  Pipette  100  ccm  Wasser  zugegeben,
das  Ganze  gewogen,  das  Kölbchen  sofort  mit  einem  auch  an  der  unteren  Fläche
dicht  an  das  Glas  anschließenden  Gummistopfen  verschlossen  und  unter  häufigem
Uiuschtttteln  2  Stunden  lang  bei  Zimmertemperatur  stehen  gelassen.
Nach  Verlauf  dieser  Zeit  wird  in  ein  25  ccm  fassendes  Reischauersches
Pyknometer  filtriert,  nach  dem  Temperieren  auf  15°  auf  die  Marke  eingestellt  und

durch  Wägung  das  spezifische  Gewicht  des  Filtrats  bestimmt.  Man  hat  dann  alle
notwendigen  Unterlagen.
Es  wird  vorausgesetzt,  daß
M  =  1,69  und  T  =  0,046  ist.
Kölbchen  +  10  g  Substanz  Wasser  wiegt  149,790  g
Kölbchen  leer  39,763  „
Also  Gewicht  des  zugesetzten  Wassers  100,027  g
Gewicht  des  in  der  Substanz  schon  enthaltenen  Wassers  .  .  0,786  „

also  W  =  100,813  g
Die  angewendete  Menge  Trockensubstanz  beträgt  a  =  .  .  .  9,214  „
Als  spezifisches  Gewicht  der  Lösung  wurde  gefunden  s  =  .  1,0145  ,,
Setzt  man  alle  diese  Werte  in  die  oben  abgeleitete  Formel  ein,  so  erhält  man:

Mx  =  1,69

100,813  (1,0145  —  1)  -  9.214.0.046  _  1.4618  -  0.4238
1,69  (1  —  0,046)  —  1,0145  “  1 1,6123  -  1,0145
1.0380
~  1,by  •  0,5978  -  g '

Es  sind  also  in  den  10  g  angewandter  Substanz  2,93  g,  entsprechend  29,3  0 . 0
assetrockensubstanz,  enthalten.
Die  Verfahren  von  Schmoeger  wie  Neubauer  liefern  beide  richtige  Erge  )-ni
 ®e;  auch  zeigt  H.  Neuhauer, 1 )  daß  zwischen  der  von  ihm  benutzten  Größe  T  und
der  Konstanten  von  Schmoeger  (wasserunlöslicher  Anteil  der  Trockensubstanz  des
■Melasseträgers)  eine  Beziehung  besteht.

Mel

,  „  10.  Garantien  im  Handel  mit  Melassefutter.  An  die  Verkäufer  von  Melasse
Futtermitteln  ist  nach  dem  Beschlüsse  des  Verbandes  laudw.  Versuchs-Stationen  i.  D  U
dle  Anforderung  zu  stellen,  daß  sie  nicht  allein  für  bestimmte  Gehalte  an  Nährstoffen  und
iU1  Melasse,  sondern  auch  für  die  Art  der  vorhandenen  Melassetrager  Garantie  lelste “  ,
.  t  11.  Wertschätzung  der  Melassefuttermittel.  Der  Wert  des  Melassemischfutte
lät  nach  dem  Marktpreise  der  das  Futter  zusammensetzenden  Stoffe,  also  der  Melasse  uu
sonstigen  Zusätze  zu  bemessen.

V.  Peptonfutter,
ei nem  ^? ter  diesem  Namen  werden  verschiedene  Erzeugnisse  verstanden.  Nach
Und  r  , sc k la g e  von  A.  Braun  in  Wiesbaden  soll  man  saure  Milch,  Kartoffeln
p e _.  *'^deschrot  zu  einem  Brei  verarbeiten,  diesen  durch  Erwärmen  auf  62,5°
fein  n  usiereir ‘,  darauf  durch  Zusatz  von  Natriumkarbonat  alkalisch  machen  und  mit
v °rsteh  UU  <ter  Pankreasdrüse  vom  Schwein  vermischen.  In  ähnlicher  Weise  wie
Und  p  ei K  <is  »Schweinefutter“  soll  Milch  durch  direkten  Zusatz  von  Natriumkarbonat
bar  sind  leassa ^  pcptonisiert  werden.  Da  derartige  Erzeugnisse  sehr  wenig  haltj,.
 !  so  setzen  sie  ihrer  Anwendung  von  selbst  Schranken.
Werken“ 1 *  ;uit ' ores :  von  E.  Plönnis  angegebenes  und  von  den  „Deutschen  Peptonaui
  dem  Berliner  Viehhof  angewendetes  Verfahren  besteht  angeblich  darin,
1  Landw -  Versuchs-Stationen  1904,  60,  243.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.