Metadata: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Godwin. 
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interessen einer Volksklasse, deren Lage im Gesammtorganismus 
eine bedeutende Veränderung erlitten hat. 
In leicht fasslicher aber ganz Kkritikloser Weise stiftete 
Paley einen Compromiss zwischen der individualistischen Nütz- 
lichkeitslehre, aus der Bentham consequent das Verlangen 
nach den radicalsten Reformen ableite, und der natürlichen 
Neigung des Engländers, besonders des Engländers aus den 
herrschenden Klassen, an bequemen und durch Alter würdigen 
Einrichtungen festzuhalten. 
83. William Godwin und Thomas Spence. 
William Godwin war kein Schriftsteller, der sich an prak- 
tische Bewegungen anschloss und diese beförderte. Sein 
direeter Einfluss war daher gering — er verschmähte es nicht 
nur, der Neigung seiner Landsleute, einzelne praktische Fragen 
zu entscheiden, entgegenzukommen, sondern er vermied es 
sogar principiell, an irgend welche allgemeine Leidenschaft zu 
appelliren. Er stellt die höchste Potenz eines reinen Rationalis- 
mus dar — der dann naturgemäss in utopischen Mysticismus 
umschlägt. 
Godwin war nicht ohne Gelehrsamkeit und obwohl er 
sehr energisch der Ansicht ist, dass man nur mit Gründen, 
nicht mit Autoritäten beweisen dürfe, so bezieht er sich doch 
oft auf seine Vorgänger. Diese sind vor Allem Locke, Hume 
und Hartley. Zugleich unterlag er französischen Einflüssen, 
namentlich dem von Rousseau, über den er zwar weit hinaus- 
geht, dem er aber‘ das Verdienst zuschreibt, er habe zuerst 
gelehrt, wie wenig Gutes eine Regierung bewirken könne. 
Am häufigsten tritt in seinen Schriften Uebereinstimmung mit 
Paine hervor, von dem er sich aber vor Allem durch die 
völlige Abwesenheit jedes praktisch agitatorischen Charakters 
unterscheidet. 
Gleich Priestley war er ursprünglich Dissenterprediger, 
In vieler Beziehung erscheint er einfach als eine consequente 
und extreme Fortsetzung von Priestley, indem seine äusserst 
ruhig und leidenschaftslos ausgesprochenen Ideen in seinem
	        
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