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schon 1890: 1405 996 fl. betrug!). Der Notenumlauf der Bank
stieg von rund 208% Mill. fl. im Jahre 1890 auf nahezu 313 Mill.
im Jahre 1914.
War die ‚„Nederlandsche Bank‘ als Notenbank durch ihren
Einfluß auf die Wechselkurse und die Regelung des Diskonts wie
auf den Umlauf von Geldmitteln überaus wichtig und wirksam,
so waren doch für den eigentlichen Handelsverkehr bedeutsamer
die reinen Kreditbanken. Anfang der 1860er Jahre
faßte der Gedanke, solche Kreditinstitute zu gründen, auch in den
Niederlanden Fuß, während in anderen Ländern, Frankreich,
Deutschland, schon seit geraumer Zeit insbesondere das Bedürfnis
der Industrie solchen Banken den Weg geebnet hatte. Fast gleichzeitig
entstanden 1863 in den Niederlanden drei solche Banken,
von denen sich zwei den Pariser „Credit mobilier““ zum Muster
nahmen, nämlich die „Algemeene Maatschappij voor Handel en
Nijverheid‘“ in Amsterdam, die aber schon nach 1% Jahren einen
traurigen Zusammenbruch erlebte, und die „Ned. Crediet- en Deposito-Bank‘‘,
die 1872 in der „Banque de Paris‘ aufging. Die
dritte Gründung jenes Jahres, die ‚„„Rotterdamsche Bank‘, sollte
namentlich den kolonialen Handel bedienen; sie nannte sich seit
I911 „Rotterdamsche Bankvereeniging‘ und wurde eine der führenden
Banken des Landes?). In die Reihe der Kreditbanken trat
dann etwa seit. derselben Zeit die „Nederl. Handelsmaatschappij“.
Aus einer reinen Handelsgesellschaft, als der wir ihr unten noch
begegnen werden, entwickelte sich dieses Institut zunächst zu einer
sogenannten ‚Cultuurbank“, die für die Geldbedürfnisse der ostindischen
Kolonien sorgte, sodann aber zu einer allgemeinen Bank‘).
Den Eigenhandel gab sie Anfang der 1860er Jahre auf und begann
nun, sich an indischen Gesellschaften zu interessieren, indem sie
ihnen Betriebskapitalien lieh unter der Bedingung, daß ihr dafür
1) Boissevain, S. 625.
2) Hildebrandt, S. 455 ff. Das Buch desselben Verfassers ‚Het Ontstaan
van het moderne Bankwezen in Nederland“ (Rotterd. 1922) ist mir leider
nicht zugänglich gewesen.
3) Eisfeld, 5S. ı92ff.; Gedenkboek d. Ned. Handels-Maatschappij,
S. 84 if. Die erste, ausschließlich den kolonialen Bedürfnissen gewidmete Bank
war die 1828 errichtete „Particuliere Westindische Bank‘‘, deren Wirksamkeit aber
sehr beschränkt blieb und die 1848 in Liquidation trat (W. L. Groeneveld
Meijer, Memorie etc. in Econ. Hist. Jaarb., V, 33 {{).
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