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al, Die „Kulturmission“ der abendländischen Völker. 
die schwarzen, braunen, gelben Menschen kaum noch kennen. Und alle 
Wünsche erfüllen sich ganz ohne Verdienst. Man braucht nur auf Knöpfe 
zu drücken. Man braucht nur einen Hebel zu ziehen. Heizung mit Dampf, 
fließendes warmes Wasser den ganzen Tag, Kino, Lichtreklame, man ißt von 
silbernen Schüsseln, man reist im Luftkahn oder man fährt im eigenen 
Auto... Welche Wunder! — Sie alle wünschen in Ihren Ländern ebenso weit 
zu kommen. Sie werden es... Aber Sie können nicht verstehen, was ich jetzt 
sage: Dieses alles ist der Kadaver der Natur. Sie sind in einer Wüste von 
lauter Artefakten. Da blüht kein Baum. Da blüht kein Strauch. Man liebt 
nicht, man haßt auch nicht. Sie sind in den Ländern des lärmenden Todes. 
Und um Sie herum überlebendig agieren Tote. Diese von der Mutter Natur 
abgetrennten Toten bauen Mordwaffen. Mit diesen Mordwaffen ziehen sie 
hinaus in alle Länder. Wo immer noch Lebendiges zu töten ist: Blumen oder 
Bäume, Tiere und Menschen. In dem letzten Jahre 1926 haben wir Europäer 
und Amerikaner 40 000 See-Elefanten erschlagen. Droben in der Antarktis. 
Wir haben in den letzten Jahren in Australien, in Amerika 100 Millionen 
Singvögel getötet. Dazu 200 Millionen Seevögel, damit unsere Frauen sich 
Federn auf die Hüte stecken. An den Küsten Patagoniens erschlugen wir 
im letzten Jahr 10 Millionen Robben. Erschlagen? Nein, das ist nicht prak- 
tisch, man zieht den Lebenden das Fell vom Leibe. Sie sterben dann von 
selbst. Unter tagelangen Qualen. Die Gesellschaft für rationellen Fischfang 
in Kopenhagen, eine einzige Fischereigesellschaft, erbeutete im letzten Jahr 
200000 Walfische. Die werden gleich an Ort und Stelle getötet und zerlegt. 
400%/, Reingewinn. Auf der Insel Layson bei Hawaii, da haben wir im 
letzten Jahr ı Million Albatrosse in Gruben gefangen, dann den Balg ab- 
gezogen, dann verhungern lassen. Auf Madagaskar hat ein französischer 
Lederhändler die ganze Jagd auf Krokodile und Alligatoren gepachtet. Er 
hat alle ausgerottet, hat das Leder nach Amerika verkauft. Spielen Sie 
Billard? Haben Sie einen Taschenkamm? Damit wir solche Gegenstände 
haben, gebrauchen wir in Europa und Amerika in jedem Jahre 800 000 Kilo- 
gramm Elfenbein. Das bedeutet den Tod von 50 000 indischen Elefanten, die 
mächtigsten Geschöpfe der Erde. In Algeciras an der Küste Afrikas besteht 
eine Aktiengesellschaft: Compania Ballerana in Sandy-Bai. Sie hat im 
letzten Jahr 10 Millionen Robben gefangen. Ein gutes Geschäft! Eine 
amerikanische Aktiengesellschaft gründete 1914 auf den Kerguelen eine 
Betriebsstelle zur Jagd von See-Elefanten, Sie gewann so viel Tran, daß man 
alle Märkte der Erde mit Fett versorgen konnte. Da kam der Krieg. Mit 
dem Kriege Hungersnot. Was machen gute Geschäftsleute? Um ein gutes 
Geschäft zu machen, schüttete man neun Zehntel aller Vorräte ins Meer. 
Den Rest brachte man auf den Markt. Dank des Krieges mit einem Nutzen 
von 1000°%/o. Das ist die christliche Kultur. Und da nun bald alle Wälder 
abgeschlagen sind, alle Tiere getötet — so weit man sie nicht benutzen kann 
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