Full text: Kritische Studien zum wirtschaftlichen Problem des Zwei- und Dreischichtensystems in Hochofenbetrieben

90 — 
Um zu diesem‘ Hochofenbetriebe Zutritt zu erlangen, 
von den Untersuchungen der Betriebsleitung, die vertrau- 
lichen Charakter hatten, Gebrauch machen und eigene Be- 
obachtungen anstellen zu dürfen, mußte der Verfasser sich 
verpflichten, die konkreten Zahlen der Ergebnisse der Er- 
hebungen nach Form und Inhalt nur so weit zum Ausdruck 
bringen, als das Betriebsinteresse dadurch nicht geschädigt 
werden konnte. Zur vollständigen Erkenntnis der Pro- 
blematik war zwar eine umfangreichere Einsicht in die 
betrieblichen Verhältnisse nötig, bei ihrer Darstellung 
konnte jedoch der übernommenen Verpflichtung unbedenk- 
lich Genüge geleistet werden. Infolgedessen wird über 
Grundlagen und Gang der Erhebung nur so weit berichtet, 
wie es die Behandlung der Problematik im Rahmen dieser 
Arbeit_erfordert. 
$ 4. Die örtlichen Verhältnisse des untersuchten Hoch- 
ofenbetriebes. 
Die Hochofenanlage setzt sich zusammen aus drei 
Hochofeneinheiten, von denen je zwei unter Feuer stehen, 
während der dritte Hochofen jeweils einer völligen Durch- 
reparatur unterzogen oder von Grund aus neu aufgeführt 
wird. Die Erze und der als Zuschlag erforderliche Kalk- 
stein können aus einem in unmittelbarer Nähe befindlichen 
Erzbergwerk und aus Kalksteinbrüchen gewonnen werden, 
während der zur Verhüttung notwendige Koks bei Fehlen 
eigener Kohlenbasis und Kokerei durch Kauf erworben 
werden muß. Das Hauptprodukt dieses Hochofenbetriebes 
besteht in Gießereiroheisen, während als Nebenproduktion 
die Weiterverarbeitung von Schlacken zu Schlackensteinen 
im Zementwerk sowie die Verwendung der Gichtgase zum 
Antrieb der _Gaskraftmaschinen zu erwähnen ist. 
Die zur Beschickung erforderlichen Arbeitsvorgänge 
vollziehen sich in dieser Weise: Die KErzwagen werden 
zunächst _vermittels einer Seilbahn direkt aus dem Berg-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.