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wichtigen Punkte menschlicher Arbeitsleistung, auf die
Vorgänge bei Beschickung und Abstich konzentrierten.
Mit der Stoppuhr waren die Fahrzeiten von und zu der
Cichtschüssel vom Gichtaufzug her sowie die Zeiten für
die einzelnen Phasen der Begichtung festgestellt worden.
Daraufhin errechnete man Durchschnittszahlen für die
Dauer der einzelnen Tätigkeiten, deren Addition die für
eine Gicht erforderliche Arbeitszeit ergab. In der Annahme,
daß die Beschickung jeder einzelnen von den 12—14
Gichten, die während einer zwölfstündigen Schicht zustande
kommen, jeweils die gleiche Zeit erfordert, errechnete man
durch Multiplikation der gewonnenen Zahlen die gesamte
sogenannte effektive Arbeitszeit, für die der Begriff „Ar-
beitsdienst“ *) geprägt wurde. Diese betrug danach für
die Gichter rund 7 Stunden, während der Rest der
Zwölfstundenschicht sich nach den Angaben eines Schau-
bildes vom Verlauf der Arbeitszeit auf „Beobachtungs-
dienst“, „Arbeitsbereitschaft“ und „Pausen“ in der Weise
verteilte, daß zwei Stunden Pausen und je 1*, Stunden Be-
obachtungsdienst und Arbeitsbereitschaft bestanden. In Pro-
zentzahlen der Gesamtarbeitszeit umgerechnet ergab sich für
reinen Arbeitsdienst 58,3%
Beobachtungsdienst 11,4%
Arbeitsbereitschaft 18,9%
Pausen 16,7%.
Während bei den Zeitstudien für die Arbeitszeit der
Cichter mit einer nach Form und Inhalt ungefähr stets
gleichmäßigen Wiederkehr der Arbeitsfunktion gerechnet
wurde, so daß im Schaubilde eine bis auf die Minute
festgelegte Aufteilung der Arbeitszeit eingezeichnet war,
mußte für den anderen Teil der Zeitstudien von vornherein
1) Dieser und die folgenden Begriffe sind der Denkschrift des
Hüttenwerkes entnommen.