Metadata : Die Landwirtschafts-Genossenschaften Sowjet-Rußlands

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Eine  große  Zahl  lokaler  Verbände  hat  Stäbe  von  gutgeschulten
und  erfahrenen  Agronomen,  deren  Hauptaufgabe  darin  besteht,
für  neue  wissenschaftliche  Methoden  der  landwirtschaftlichen ­
  Produktion  Propaganda  zu  machen.  Unter  Führung
und  Aufsicht  der  Genossenschaften  gehen  vielerorts  die  Bauern
von  althergebrachten  unrentablen  Gebräuchen  der  Landwirtschaft
zu  verbesserten  Methoden  der  Bodenbebauung  über.  In  den  landwirtschaftlichen ­
  Genossenschaften  haben  sich  die  aktivsten  Landwirte ­
  zusammengeschlossen.  Die  Genossenschaften  sind  geradezu
die  Pflanzstätten  einer  neuen  Kultur  auf  dem  sowjetrussischen ­
  Dorfe  geworden,  die  auf  der  Herrschaft  des
schaffenden  Bauernvolkes  aufgebaut  ist.  In  den  drei  Jahren  ihrer
Tätigkeit  haben  die  Landwirtschaftsgenossenschaften  Sowjet-Rußlands ­
  trotz  vieler  Schwierigkeiten  (Kapitalmangel,  das  Hungerjahr
1921)  eine  sehr  ersprießliche  Arbeit  geleistet  und  jetzt,  wo  das
wirtschaftliche  Aufleben  des  Arbeiter-  und  Bauernstaates  eine  von
jedermann  anerkannte  Tatsache  ist,  können  die  Landwirtschaftsgenossenschaften ­
  mit  ruhiger  und  fester  Ueberzeugung  von  sich
sagen:  „Unser  die  Zukunft!“
Das  Auftreten  auf  dem  Auslandsmarkt
Die  wichtigsten  Absatzartikel  der  Landwirtschaftsgenossenschaften ­
  sind:  Getreide,  Flachs,  Rauchwaren,  Rohhäute,
Butter  und  Eier.  Diese  Artikel  sind  auch  die  hauptsächlichsten
Exportgüter.  Im  Jahre  1913  waren  von  der  totalen  Exportziffer ­
  Rußlands  —  die  sich  auf  1520  Millionen  Goldrubel  belief  —
600  Millionen  Rubel  für  700  Millionen  Pud  Getreide;  in  Rauchwaren ­
  beherrschte  Rußland  50  Prozent  des  Weltumsatzes.
Es  ist  daher  natürlich,  daß  die  Landwirtschaftsgenossenschaften ­
  gleich  nach  Wiederaufnahme  des  Welthandels  Sowjet-Rußlands ­
  im  Rahmen  des  staatlichen  Außenhandelsmonopols  Beziehungen ­
  zum  Ausland  aufgenommen  haben.  Im  Geschäftsjahr
1923/24  sind  auch  in  dieser  Hinsicht  große  Erfolge  vorhanden  und
noch  größere  Perspektiven  für  die  Weiterentwicklung  zu  verzeichnen. ­

Der  Export  der  Landwirtschaftsgenossenschaften  war  im  Jahre
1923,  absolut  genommen,  noch  nicht  sehr  bedeutend,  hat  aber  im
Verhältnis  zum  Gesamtexport  Sowjet-Rußlands  schon  eine  relativ
ansehnliche  Höhe  erreicht.

Artikel

Export  in  T
aus  Rußland
überhaupt

ausend  Pud
durch  d.  landw.
Genossenschaf

%

Hau  ptgetreidearten.

180  000

30  000

16,2

Flachs

1  617

250

15,5

Butter

304

100

32,9

Die  Beteiligung  der  Landwirtschaftsgenossenschaften  am  Export ­
  von  tierischen  Rohstoffen  ist  15  Prozent,  am  Eierexport  13
            
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