tenen Ideen seien sozialistisch. Es gelte vom Gegner zu
lernen, und das aus seinem Programm sich anzueignen,
was durchführbar und für die Allgemeinheit vom höchstem
Nuten sein müsse. Er wünsche dem Verein von Herzen
ein glückliches Gedeihen.
D Berliner Zeitungen haben über Flürscheims Vor-
träge ausführliche Berichte gebracht und haben ssie
interessant und bedeutungvoll genannt. Eine Ausnahme
hat die von dem Abgeordneten Eugen Richter geleitete
Freisinnige Zeitung gemacht, deren ablehnende und übel-
wollende Haltung um so mehr auffallen mußte, als Ab-
geordnete der freisinnigen Partei, wie Dr. Harmening
und Pflüger, dem Bunde angehörten. über die Ver-
sammlung, in der Adolph Wagner für uns eingetreten
war, hatte die Freisinnige Zeitung nichts weiter zu sagen
gewußt, als daß Adolph Wagner gegenwärtig mit den
Bodenbesitzreformern fraternissiere, womit die Bewegung
in den Augen ihres Herausgebers gerichtet war.
Als ich mich der Bewegung angeschlossen hatte, war
meine Absicht gewesen, der freisinnigen Partei, der ich
damals vorbehaltlos angehörte, neue wichtige Aufgaben
und damit einen Weg zu großen Erfolgen zu zeigen. Die
Bodenreformbewegung schien mir wie keine andere ge-
eignet, der alten Fortsschrittpartei, die nach ihrer Vereini-
gung mit einem Teil der nationalliberalen Partei den
Namen freisinnige Partei angenommen hatte, frisches
Leben und ihren gelichteten Reihen neue Anhänger zuzu-
führen. Das freisinnige Parteiblatt hat mich aber schon
nach meinen ersten Vorträgen von der Aussichtlosigkeit
dieses Vorhabens überzeugt.
Der Redakteur einer einflußreichen liberalen Zei-
tung, mit dem ich befreundet war, hatte mich gleich ge-
warnt. Er kannte die Parteileitung bessser als ich, und
ich bin schnell darüber belehrt worden, daß ich den Ruf
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