Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang. 
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Weszwegen denn die Verordnungk gemachet wirdt, dasz ein 
Theil solcher Zusteuern 
1) zur Kirchenordnungk, woruff auch unser Vorfahren in etvven 
und ohn sondere mercklichen Frucht in diesem Stuck 1 ^ 
Absehen gehabt; 
2) ein Theil zur Beforderdrungk desz gemeinen Schutzwesen, 
so nächst Erhaltung Kirchen und Schulen, die der See 
Heil und Wolfahrt concerniren, höchst nothigk ist, und 
sie dasz zeitliche Wesen mittbewahret, voll und vorsichtig 
beobachtet werden musz; 
3) und den letzlich ein Theil in die Ambtlade nicht zur 
mentirung allerhandt débauché und unnutzlicher Process ^ 
sondern zur andern heilsamen Spesen gewandt und geke we 
werden soll. 
2) Weill auch diese Reduction dahin gerichtet, dasz nicht s 
sehr die Entzele und Particulier-Personen alsz dasz gantze 
und Ambt, dasz vorhin fast keine Beschwerde gehabt, 
beleget werden möge, so wirdt umb so viel leichter diesesz a 
ins Werck gerichtet werden megen. 
In dem andern Theil werden einige Specialreformation^^ 
nach Gelegenheit diesesz und jenesz Ambts und Erheischungk 
gemeinen Besten eingeführet, dasz also dasz erste 1 heil u 
Vermehrungk der Wercken und Meistere, dasz ander uff die 
beszerung der Wercken zum gemeinen Wesen gerichtet ist, v 
welchen allen beyde Theile mitt mehren belehren. 
Der ander Theil ist gar kurtz und bestehet zum Höchsten 
4 Bogen.' 
Im Nahmen desz dreyeinigen Gottesz! 
Pars seu generalis. 
Cûp. 1. Von T^ehrjungcn luid jungen Gesellen. 
i) Esz soll kein Jung kunflftig in ein Ambt, umb ein 
Han 
dt- 
Ij tLSZ soll Kein jung ivunntig iii «-m . wn./i, 
werck zu lernen, uff und angenommen werden, eh une 
nebest seinem Meister er vor e. ehrb. Ambtgericht getre 
daselbsten zum Gotteszpfennigk i Reichsthaler und dai 
wegen desz Schutzesz, so er in dieser Stadt genieset, zu 
Unterhaltung auch i Rthal. erleget. Wann solchesz gc 
;schehei^’ 
1 Fand sich nicht im Convolut vor.
	        
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