Anhang.
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Weszwegen denn die Verordnungk gemachet wirdt, dasz ein
Theil solcher Zusteuern
1) zur Kirchenordnungk, woruff auch unser Vorfahren in etvven
und ohn sondere mercklichen Frucht in diesem Stuck 1 ^
Absehen gehabt;
2) ein Theil zur Beforderdrungk desz gemeinen Schutzwesen,
so nächst Erhaltung Kirchen und Schulen, die der See
Heil und Wolfahrt concerniren, höchst nothigk ist, und
sie dasz zeitliche Wesen mittbewahret, voll und vorsichtig
beobachtet werden musz;
3) und den letzlich ein Theil in die Ambtlade nicht zur
mentirung allerhandt débauché und unnutzlicher Process ^
sondern zur andern heilsamen Spesen gewandt und geke we
werden soll.
2) Weill auch diese Reduction dahin gerichtet, dasz nicht s
sehr die Entzele und Particulier-Personen alsz dasz gantze
und Ambt, dasz vorhin fast keine Beschwerde gehabt,
beleget werden möge, so wirdt umb so viel leichter diesesz a
ins Werck gerichtet werden megen.
In dem andern Theil werden einige Specialreformation^^
nach Gelegenheit diesesz und jenesz Ambts und Erheischungk
gemeinen Besten eingeführet, dasz also dasz erste 1 heil u
Vermehrungk der Wercken und Meistere, dasz ander uff die
beszerung der Wercken zum gemeinen Wesen gerichtet ist, v
welchen allen beyde Theile mitt mehren belehren.
Der ander Theil ist gar kurtz und bestehet zum Höchsten
4 Bogen.'
Im Nahmen desz dreyeinigen Gottesz!
Pars seu generalis.
Cûp. 1. Von T^ehrjungcn luid jungen Gesellen.
i) Esz soll kein Jung kunflftig in ein Ambt, umb ein
Han
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Ij tLSZ soll Kein jung ivunntig iii «-m . wn./i,
werck zu lernen, uff und angenommen werden, eh une
nebest seinem Meister er vor e. ehrb. Ambtgericht getre
daselbsten zum Gotteszpfennigk i Reichsthaler und dai
wegen desz Schutzesz, so er in dieser Stadt genieset, zu
Unterhaltung auch i Rthal. erleget. Wann solchesz gc
;schehei^’
1 Fand sich nicht im Convolut vor.