56
4. Kapitel
denn eigentlich bedeutet, wobei jeder genau so defi
niert, wie es seiner vorgefaßten Meinung in den
Kram paßt.
Betrachten wir doch einmal die folgenden ganz
scharf abgegrenzten Kategorien: wir haben
1. Naturgüter: jene Schätze der Natur, die noch
durch keines Menschen Arbeit eine Umformung
oder Wesensänderung erfahren haben.
2. wirtschaftliche Güter oder Sachgüter,
d. h. durch menschliche Arbeitsleistung zu Ge
brauchsgegenständen oder zu Kraftquellen um
geformte Naturschätze, mit der Unterabteilung
a) solche vinge, die zum direkten verbrauch
dienen (Gebrauchsgüter) und
b) solche, die, gewissermaßen kristallisierte Ar
beit darstellend, zur Erleichterung des Pro
duktions- und Güterverteilungsprozesses
dienen.
Für diese letztere Kategorie hat der Sprachge
brauch kein anderes wort gefunden als das Kapital.
Man könnte von Verwertungsgütern reden, aber
es ist kein Grund vorhanden, weshalb man sich hierfür
nicht auch auf das wort Kapital einigen könnte,
wer dann etwas anderes darunter verstehen will,
dem ist es nicht benommen, auch ein anderes wort
für seinen neuen Begriff zu prägen. Nur müßten die
Begriffe einmal reinlich geschieden werden.
wir verstehen unter Kapital also bis auf wei
teres den in 2d niedergelegten Begriff.
Nach dieser Klarstellung wollen wir nun das we
sen der Arbeitsteilung prüfen, und da müssen wir
uns zunächst die Verhältnisse ansehen, wo sie noch