Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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fanges, wenn dieser wirklich festzustellen ist, wie die Ouantitäts- 
theorie meint, die immer an irgendeine Proportionalität dabei 
glaubt, sondern es müssen die Amstände berücksichtigt werden, aus 
denen sie erfolgt. Man kann allgemein sagen, daß die Geldver- 
mehrung um so weniger bedenklich ist, je direkter sie mit einer Er 
weiterung des Tauschverkehrs und mit Erträgen aus ihm in Be 
ziehung steht, wobei aber zu beachten ist, daß gesteigerte Erträge 
und gesteigerte Amsähe im Tauschverkehr dann auch wieder die 
Folge einer Geldvermehrung sein können. 
Am unbedenklichsten ist jedenfalls immer die Vermehrung 
des Metallgeldes. Darauf beruht, solange die Einsicht in das 
Geldwesen so gering und das Bestreben der Staaten, es zum Zwecke 
vorübergehender Einnahmebeschaffung zu benutzen, so groß und die 
sonstigen Kautelen dagegen noch ungenügend sind, der Äaupt- 
vorzug des Metallgeldes, der einzige Grund, der es allenfalls be 
rechtigt erscheinen läßt, in bloßen Tauschmitteln Milliarden fest 
zulegen. Nicht als ob nicht auch eine Vermehrung des Metall 
geldes einen Einfluß auf die Preise haben könnte; wir haben in den 
ersten Jahren des Weltkrieges in Amerika und in anderen neutralen 
Ländern gesehen, wie der starke Goldzufluß offenbar bei der Er 
höhung aller Preise mitwirkte. Aber das Gold muß wie eine 
andere Ware gekauft, d. h. mit den Erträgen, die in der Volks 
wirtschaft erzielt worden sind, bezahlt werden. Darin liegt eben der 
Vorteil einer Währung, die auf einem wertgeschätzten Stoffe be 
ruht, daß die dem Staate mögliche Vermehrung der realen Zah 
lungsmittel hier etwas kostet, also nicht eine rein zusätzliche Kauf 
kraft bedeuten kann. Aber andererseits liegt die Gefahr der mit den 
heutigen Goldwährungen verbundenen freien Goldprägung 
darin, daß die Goldproduktionsländer, also vor allem England, 
überall beliebig viel Gold absehen können zu in der Währung aus 
gedrückten festen Preisen, daß sie so die in einem Lande vorhandene 
Geldmenge beliebig vermehren und damit auf die Preise ein 
wirken können. Denn auch wenn der Ankauf von Gold etwas kostet, 
d. h. letzten Endes mit den Produkten unserer Arbeit bezahlt 
werden muß, so kann doch auf diese Weise die Vermehrung der 
Zahlungsmittel übermäßig gesteigert werden, zumal nach den üb 
lichen Vorschriften über Banknotendeckung darauf das Dreifache 
an Banknoten ausgegeben werden darf. Auch das ist ein Gedanke, 
der nur mit unserer Wirtschaftstheorie zu gewinnen war. Es ge
	        
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