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In Westend, wo das Haus am 1. April 1897 bezogen
wurde, kostete der Grund und Boden . . , 32 835,— M.
und die Baukosten einsclil. Zinsen, Stempel,
Abgaben usw. beliefen sich auf .... 93 525,75 „
sodaß die gesamten Kosten sich auf .... 126 360.75 M.
stellten. Der Quadratmeter bebaute Fläche kostete 173,17 M.
und der Kubikmeter umbauter Raum 18,55_M. Für den ab
geschlossenen Wohnungsraum allein berechnet betrugen die
Baukosten 84,01 M. pro Quadratmeter, sämtliche Kosten
einschl. des Grund und Bodens 119,50 M. pro Quadratmeter.
Um das hierzu erforderliche Geld zu beschaffen wurde
an I. Stelle eine Hypothek von 51 000,— M.
von der Invaliditäts- und Altersversiche
rungsanstalt der Provinz Brandenburg
und an II. Stelle eine Hypothek von .... 50000.— „
sodaß die gesamte Belastung des Grund
stückes 101 000,— „
beträgt, die zu Vj 2 % zu verzinsen sind. Der Verein hat also
auf diesen Bau ein eigenes Kapital von 25 360,75 M. aufge
wendet.
Die gerichtliche Taxe ergab einen Wert von nur
107 293,65 M. Er fiel deshalb so niedrig aus, weil der Ertrags
wert sich auf die verhältnismäßig niedrigen Mieten, welche
die Genossen zahlen, stützte und weil der Ertragswert auf
Grund einer alten Ministerialverfügung noch immer mit 5 %
kapitalisiert wird. Ein solcher Zinsfuß mag wohl vor 50
Jahren für Grundstückbeleihungen angemessen gewesen sein,
ist aber heute viel zu hoch.
Das Haus, welches zunächst fertiggestellt wurde, war
das in der Schreiner-Straße. Die eigentlichen Baukosten für
dieses Haus beliefen sich auf 282 162,71 M.
Der Kostenvoranschlag hatte sich nur auf . . 260 000,— „
gestellt. Da inzwischen die Preise der Baumaterialien be
deutend gestiegen waren, wurde dieser Anschlag um mehr als
20000 M. überschritten. Im folgenden Jahre (1899) wird in
dem Geschäftsbericht darüber geklagt, daß die Baukosten
sich um mehr als ein Drittel teurer stellen als vor 5 Jahren.
Mauersteine kosteten hier in Berlin franko Baustelle im Jahre