Full text: The agricultural output of England and Wales 1925

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III. Das Leben des Buddha. 
worden sei. Er wies aber seinen Neffen Nälaka auf dies Ereignis 
hin und bestimmte ihn zu einem Jünger Buddhas. Diese Erzählung 
kennt auch dieMckäuakatllä, ferner Asvaghosa, der Verfasser des 
Luäckllaoarita, „Leben des Buddha", der im 1. Jahrhundert vor 
Chr. unter König Kaniska lebte, der Lalitavistara und das Mahä- 
vastu. Sie gehört also zu dem ältesten Bestände der Lebensbe 
schreibungen des Buddha. Ihre Ähnlichkeit mit der Erzählung von 
Simeon, die uns Lukas 2, 25—36 berichtet, ist längst bemerkt 
worden. In einigen Punkten weichen beide Erzählungen allerdings 
voneinander ab. Besonders ist hervorzuheben, daß Asita erklärt, 
er werde sterben, ehe das Kind Buddha geworden sei, Simeon da 
gegen die Prophezeiung erhalten hat, daß er nicht eher sterben werde, 
ehe er Jesus gesehen habe. Aber der Unterschied ist doch geringer 
als die Übereinstimmung. Hier wie dort ist es ein Greis, der auf 
wunderbare Weise zu dem neugeborenen Kinde kommt, es aufhebt 
und sich glücklich preist, daß er das Kind noch gesehen hat. Eine 
Entlehnung ist hier sehr wahrscheinlich, und der Weg ist jetzt nicht 
mehr so schwer nachzuweisen wie früher. 
Die Durchforschung von Turkestan durch Sven Hedin und 
Stein im Süden, Klementz, Grünwedel und v. Lecoq im Nor 
den, hat ergeben, daß sich dort alle Religionen auf dem Wege nach 
China zusammendrängten. Die Trümmerstätten weisen auf eine 
alte buddhistische Mission hin. Bilder und Bauten buddhistischen 
Ursprungs, buddhistische Handschriften und Blockdrucke finden sich 
überall. Nach China ist die erste Kenntnis des Buddhismus am 
Ende des ersten vorchristlichen Jahrhunderts allerdings aus Nord 
indien direkt gekommen. Die stetige Ausbreitung der buddhistischen 
Religion in China, die wir von der Mitte des ersten Jahrhunderts 
nach Chr. ab verfolgen können, erklärt sich aber nur aus der Ver 
bindung mit Turkestan. Hier muß der Buddhismus schon früher 
festen Fuß gefaßt haben, wahrscheinlich seit dem Beginn der christ 
lichen Zeitrechnung. Wir hören von Mönchen, die zwischen 76 und 
88 n. Chr. buddhistische Bücher aus Turkestan nach China brachten, 
und im dritten Jahrhundert stand der Buddhismus in Turkestan 
in voller Blüte. In Baktrien ist er schon im 2. Jahrhundert vor 
Chr. nachweisbar. Ferner saßen in Turkestan Zoroastrier, was 
uns direkt überliefert ist. Auch haben sich Bruchstücke von Hand 
schriften zoroastrischen Inhalts dort gefunden. Eine große Rolle 
spielten dann dort die Manichäer. Mäni, der Stifter des nach 
ihm benannten Religionssystems, soll um 215 nach Chr. in Mar-
	        
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