Full text: Studies in securities

Feroniaemmmi 
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Fette 
Schmelztemperatur, desto anetholreicher ist das 
Öl. Von weiteren Bestandteilen sind zu nennen 
das bitter schmeckende, mit Kampfer isomere 
Fenchon, feiner R e c h t s-P inen, Kam- 
phen, Phellandren und Dipenten, Sächsi 
scher Fenchel liefert 4,4 bis S,S %, galizischer 
4—6 0/0, mährischer 4 0/0 und rumänischer 4 6 0/0 
öl. Eine geringwertige Sorte, das Fenchel- 
spreuöl, erhält man aus Fenchelspreu. F. 
wird in der Likörfabrikation und Nahrungsmittel 
industrie, als Geschmackskorrigens und in der 
Seifenfabrikation als Parfüm verwandt. 
Fcroniagummi (ostindisches Gummi), eine 
aus Ostindien kommende und dort sowie in 
England viel gebrauchte Gummisorte von der 
zu den Aurantieen gehörenden Feron'a ele- 
phantum, unterscheidet sich vom gewöhnlichen 
arabischen Gummi durch die Größe der natür 
lichen Stücke, die bis zu 7 cm Durchmesser 
haben, und durch lebhaften Glasglanz, doch 
findet man auch einzelne trübe, wenig glän 
zende Stücke darunter. Obschon F. ebenso wie 
das arabische Gummi aus Arabin besteht, so ist 
doch seine Lösung rechtsdrehend, während die 
jenige des arabischen Gummis die Ebene des 
polarisierten Lichtes nach links dreht, 
Ferozepore, eine der verschiedenen, im ost 
indischen Handel vorkommenden, nach der 
gleichnamigen S.adt benannten Rapssorten, wird 
ebenso wie die übrigen Sorten, z. B. Kalkutta, 
Dhera Ropa, schwarze und weiße Gingelly- 
saat, in bedeutenden Mengen nach England 
versandt und dort zur Ölgewinnung benutzt. 
Ferratin, ein durch Behandlung von Hühner 
eiweiß mit weinsaurem Kaliumeissn dargestell 
tes Eisenpräparat, findet bei Bleichsucht und 
Blutarmut Anwendung. Seine Lösung in Gly 
zerin und Alkohol führt den Namen Ferra- 
tose. 
Ferromangan (Manganeisen), ein sehr man- 
ganreiches Roheisen, wird in großen Mengen 
zum Bessemern als Ersatz für Spiegeleisen dar 
gestellt, indem man den geringen Mangangehalt 
des Roheisens durch Zusatz von Manganerzen 
beim Ausschmelzen vermehrt. Hierbei muß man 
einen sehr basischen, d. h. kalkreichen Zuschlag 
an wenden, weil sonst der größte Te 1 des Man- 
gans in d e Schlacke geht, indem sich Mangan- 
oxydulsilikat bildet, das durch die Kohle nicht 
mehr reduziert wird. Der stärker basische Kalk 
verhindert aber das Eintreten des Manganoxy- 
duls in die Schlacke. Das F., das bis zu 80 P/o 
Mangan und 6% Kohlenstoff enthält, besitzt 
ebenso wie der daraus bereitete Manganstahl 
eine sehr bedeutende, Härte. 
Ferrum ist das in der Pharmazie gebräuch 
liche Wort für Eisen, auf Preislisten der Dro 
gisten findet man folgende bekannteren Eisen 
präparate: F. aceticum, Eisenazetat (trocken 
und in Lösung); F. bromatum und jodatum, 
Eisenbromid und -jodid; F, carbonicum, koh r 
lensaures Eisenoxydul; F. chloratum, Eisen- 
chlorür; F. sesquichloratum, Eisenchlorid; F. 
citricum, zitronsaures Eisenoxyd; F. hydricum 
oder oxyda'.um hydratum, Eisenoxydhydrat; F. 
lacticum, milchsaures Eisenoxydul; F. malicum, 
äpfelsaures Eisen; F. phosphoricum oxydulatum, 
phosphorsaures Eisenoxydul; F. sulfuratum, 
Schwefcleisen; F. sulfuricum oxydulatum, schwe 
felsaures Eisenoxydul, Eisenvitriol; F. tanni- 
cum, gerbsaures Eisenoxyd; F. tartaricum, wein- 
saures Eisenoxyd; F. valerianicum, baldrian- 
saures Eisenoxyd u. a. m. 
Fersan, ein phosphor- und eisenhaltiges Ei- 
weißpräparat, das aus defibriniertem Rinder 
blut mit Salzsäure dargestellt wird und in Form 
eines rotbraunen Pulvers als Nähr- und Kräfti 
gungsmittel Anwendung findet. 
Fette sind in rein chemischer Hinsicht Ver 
bindungen des Glyzerins mit Fettsäuren (Gly- 
zerinester), und zwar hauptsächlich mit drei 
Molekülen von Fettsäuren (Triglyzeride). An 
ihrem Aufbau beteiligen sich sowohl gesättigte 
Fettsäuren der Stearinsäurereihe (Stearin, Pal 
mitin, Butyrin), als auch ungesättigte Säurender 
Ölsäure- (Olein), der Linolsäure-'und verwandter 
Reihen. Die natürlichen Fette bestehen aus ge 
mischten Glyzeriden verschiedener Fettsäuren, 
neben denen meist noch geringe Mengen an 
derer Stoffe: Cholesterin, Phytosterin, Lezithin, 
zugegen sind. Sie finden sich sowohl im Tier 
reiche (Milch, Körperfett) als im Pflanzenreiche, 
besonders den Früchten und Samen, und werden 
für Ernährungszwecke und technische Verwen 
dung durch Ausschmelzen, Auspressen oder 
Extraktion mit Lösungsmitteln (Äther, Benzin, 
Chlorkohlenstoff) im großen Maßsabe herge 
stellt. Allen Fetten gemeinsam ist die Eigen 
schaft, daß sie auf Papier einen durchscheinen 
den, beim Erhitzen nicht verschwindenden Fleck 
erzeugen,, daß sie in geringster Spur die Rota 
tion eines auf Wasser geworfenen Kampfer- 
Stückchens verhindern und auf VVjisser schwim 
men. Sie lösen sich leicht in Äther, Benzol, 
Benzin, Chloroform und Schwefelkohlenstoff, 
hingegen nicht in Wasser und, mit wenigen 
Ausnahmen, nur sehr schwer in Alkohol. Beim 
Erhitzen sind sie nicht unverändert flüchtig, 
sondern zersetzen sich bei etwa 300 0 unter Ent 
wicklung stechend riechender, zu Tränen reizen 
der Dämpfe von Akrolein. Durch Behandlung 
mit starken Alkalien werden sie in Glyzerin und 
fettsaure Salze (Seife) gespalten, die gleiche 
Trennung (Verseifung) erfolgt auch bei Ein 
wirkung von konzentr.erten Säuren oder Druck- 
erhitzung mit Wasser. Die äußerlichen Unter 
schiede der natürlichen Fette werden durch die 
Art der in ihnen enthaltenen Fettsäure bedingt 
Im allgemeinen sind die an gesättigten Fett 
säuren reichen Fette von fester Konsistenz, und 
zwar um so härter, je mehr die hochmolekularen 
Säuren (Stearin-, Palmitinsäure) vorherrschen- 
Daraus erklärt sich z. B., daß die an Butter- 
säure reiche Butter und das viel Kaprin- und 
Laurinsäure enthaltende Kokosfett weicher, 
streichfähiger ist als der aus Stearin und Pal 
mitin bestehende Talg. Umgekehrt sind die an 
ungesättigten Fettsäuren (Ölsäure, Linolsäure) 
reichen Fette weicher und oft flüssig. Die b eI 
Zimmertemperatur flüssigen Fette werden in 
der Regel als Öle (s.d.), oder bei Abstammung 
von Seetieren als Trane (s. d.) bezeichnet. Be> 
höherer Temperatur gehen alle Fette in den 
flüssigen Zustand über. Zum chemischen Nach 
weise fremder Beimengungen bestimmt man 
in erster Linie die Menge des zur völligen Späh 
tung erforderlichen Alkalis (mgKOH für 1 8 
Fett), die sog. Verseifungszahl. Diese Zab»
	        
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