Zusammenfassung,
Die uns zur Prüfung zugestellten Proben Lithopone Marke
„Sachtleben‘“ (30 % rot-Siegel, lichtecht), sowie die mit Lithopone
„Dortmund“ und Lithopone „Essen“ bezeichneten ausländischen Fa-
brikate sind in ihrer chemischen Zusammensetzung praktisch gleich,
weichen jedoch in ihren technischen Eigenschaften stark voneinander
ab. Lithopone „Dortmund“ und „Essen“ erfordern bei 3 Anstrichen
einen Mehrverbrauch an Firnis von 19 bzw. 40 %, beim zweiten und
dritten Anstrich zusammen einen Mehrverbrauch an streichfertiger
Farbe von 4,5 bzw. 12,55 % gegenüber Marke „Sachtleben“. Die
beiden ausländischen Lithoponesorten sind nicht lichtecht, In bezug
auf Trockenfähigkeit und Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse
dürften bemerkenswerte Unterschiede nicht bestehen,
Forschungsinstitut für Karlsruhe,
rationelle Betriebsführung im Handwerk.
Abt. Materialprüfung.
Gutachten,
Die Lackfabrik F, in M, beantragte die Prüfung der technischen
Eigenschaften eines „Fußbodenlackes‘ und eines „Parkettlackes‘.
Die Proben der Lacke wurden uns in Originalblechkannen von der
Fabrik zur Verfügung gestellt, Die von uns in teilweiser Zusammen-
arbeit mit einem erfahrenen Malermeister vorgenommenen Prüfungs-
versuche führten zu den folgenden Ergebnissen:
LFußbodenlack.,
1, Farbe und Klarheit,
Der Lack ist ziemlich dunkel gefärbt, blank und durchsichtig und
ohne Bodensatz, Die fertige Lackierung (ohne Ockerzusatz) gibt auf
hellem Holz eine schön gelbliche Färbung.
2, Viskosität,
Die Viskosität (Zähflüssigkeit) wurde mit einem Kugelfallviskosi-
meter im Vergleich zu einem als sehr gut streichfähig bekannten Uni-
versallack, dessen Zähflüssigkeit == 1 gesetzt wurde, bestimmt. Die
Viskositätszahl des Fußbodenlackes „Marke Sieger‘ war danach im
Mittel von 3 Messungen 1.35 bei 16° C.
3, Streichfähigkeit.
Entsprechend der höheren Viskositätszahl war der Widerstand
beim Verstreichen etwas größer als bei dem Vergleichslack. Der Fuß-
bodenlack „Marke Sieger” ließ sich jedoch, auch beim Bearbeiten
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