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Die gegenwärtige Lage der liberalen Schule
Eng verwandt mit dieser ist:
3. Die Gruppe der Verwaltungsbeamten oder der Ecole
libre des Sciences Politiques: A. de Foville, R. Stourrn u. a.
4. Die Gruppe der Historiker : Levasseur, d’ Avenel, A. Liesse,
Guiraud.
5. Die Gruppe der Ingenieure. Sie ist vor allem durch
Colson vertreten.
6. Die Gruppe der Universitätsprofessoren : Jourdan, E. Worms,
Villey, F. Faure, Paul Beauregard, Souchon, Deschamps, Schatz usw.
Man darf sich darunter aber nicht etwa getrennt mar
schierende oder gar feindliche Gruppen vorstellen. Höchstens
fehlt es etwas an Zusammenhang zwischen den jüngeren Uni
versitätsprofessoren Deschampsscher Richtung und den altern
Institutsmitgliedern G. de Molinari, F. Passy, Paul Leroy-
B e au li eu usw. Im ganzen sind die Beziehungen zwischen
den einzelnen Gruppen recht herzliche und intime ; alle sind in
der Société d’Economie Politique und im Institut vertreten, bei
einzelnen Volkswirten ist der Zweifel berechtigt, zu welcher
Gruppe sie zu rechnen sind. Die Gruppenbildung ist eben nur
die natürliche Folge davon, daß Männer, welche sich durch
natürliche Anlagen, Bildungsgang und die Generation, der sie
angehören, voneinander unterscheiden, sich hinwiederum in
einer und derselben volkswirtschaftlichen Grundanschauung
treffen.
1. Kapitel.
Die Gruppe der Unentwegten.
Gustave de Molinari, geb. in Lüttich 3. März 1819, kam
früh nach Paris, war als Journalist in der oppositionellen Presse
unter Louis Philipp tätig, kehrte nach dem Staatsstreich vom
2. Dezember 1851 nach Belgien zurück, wo er am Musée de
l’Industrie in Brüssel und an der Antwerpener Handelsschule
volkswirtschaftliche Vorlesungen hielt. Seit 1867 lebt er wieder
in Paris. 1871—76 stand er an der Spitze des Journal des
Débats; nach J. Garniers Tod (1881) wurde Molinari Chef
redakteur des Journal des Economistes. Er veröffentlichte eine