Der Instandhaltungsdienst. Auch sämtliche
Reparaturen und laufende Instandhaltungen der Anlagen,
Maschinen, Transporteinrichtungen, Werkzeuge, unterstehen
dem Fertigungsbüro. Die Übersicht über den Betriebsmittelpark
verschafft es sich durch eine nach Gruppen (Kraftmaschinen,
Motore, Krane, Elektrokarren, Werkzeugmaschinen
usw.) geordnete Kartei, die Aufschluß über
Lieferant, Anschaffungsjahr und -preis, Standort, Kraftbedarf,
bisherige Reparaturen usw. gibt. So wird das
Fertigungsbüro auf übermäßige Reparaturen an einem Betriebsmittel
aufmerksam und kann ausgediente Maschinen
rechtzeitig entfernen. Ähnlich werden laufend wiederkehrende
Arbeiten, wie Schmieren von Transmissionen,
Auswechseln von Treibriemen, Maschinenrevisionen überwacht.
Von der Sorgfalt dieser laufenden Instandhaltung hängt
viel ab. Sie kann wesentlich dazu beitragen, daß die einmaligen
Reparaturen seltener auftreten, und im einzelnen
Fall billiger, weil weniger umfangreich werden. Größere
Reparaturen, die längere Zeit beanspruchen, werden sofort
der Arbeitsverteilung (s. S. 55) gemeldet, damit diese weiß,
über welche Maschinen sie zur Zeit bei der Maschinenbesetzung
nicht verfügen kann.
Werkzeug-und Vorrichtungsbau. Neue Werkzeugarten
und Arbeitsverfahren entwickeln sich ununterbrochen.
Ihre Verfolgung durch Versuche und deren Auswertung
für die eigene Fabrikation bildet einen erheblichen
Teil der Aufgaben des Fertigungsbüros. Sie führt zu
Neukonstruktionen von Sonderwerkzeugen und zur Normung
der allgemein verwendbaren Werkzeuge, deren Grundformen
jedem Arbeiter bekannt zu geben sind. Große Betriebsersparnisse
und Vereinfachungen können hier gemacht
werden, etwa wenn die Zahl der Bohrdurchmesser und
daher der vorrätig zu haltenden Bohrer, Reibahlen und
Lehren wirksam vermindert werden kann. Die hierzu
nötige Verbindung mit dem Konstruktionsbüro übernimmt
das Fertigungsbüro; die Schaffung und Überwachung der
Arbeits- und Prüflehren, die Festlegung aller fabrikatorischen
Einzelheiten fallen in dieses Bereich.