fullscreen : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Wesen  und  Bedeutung.

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herbeizuführen.  Doch  ist  hierbei  folgendes  zu  berücksichtigen.  Zunächst  kann  die
Ersparnis  an  Kosten  durch  gleichzeitige  Steigerung  der  Güte  der  Erzeugnisse
wieder  hinfällig  werden;  die  Menge  ändert  sich  nicht.  Dann  kann  die  verbesserte ­
  Güte  —  bei  gleichgebliebenen  oder  bei  ermäßigten  Preisen  —  möglicherweise ­
  den  Absatz  steigern,  was  wiederum  Rückwirkungen  auf  die  Beschäftigung
und  von  hier  aus  auf  den  Umfang  der  einzusetzenden  Betriebsmittel  zur  Folge  hat.
Oder  aber,  die  Ersparnisse  an  Kosten  können,  wenn  sie  nicht  zur  Senkung  der
Preise  benutzt  werden  und  der  Absatz  aufrecht  erhalten  bleibt,  zur  Erhöhung  des
(Jahres-)  Gewinnes  führen  und  dadurch  die  Rentabilität  der  Unternehmung  verbessern ­
  (Steigerung  der  Wirtschaftlichkeit  des  Betriebes  führt  zur  Rentabilitätssteigerung). ­

Ferner  können  sich  die  Wirtschaftlichkeitsmaßnahmen  sowohl  auf  die  Verbesserung ­
  der  Güte  oder  Erhöhung  der  Menge  (oder  auf  beides),  als  auch  die  Verbesserung ­
  oder  Verringerung  oder  Umgestaltung  der  Arbeitsmittel  beziehen.  Jetzt
werden  nicht  nur  technische  Überlegungen  hinsichtlich  der  Ausscheidung  alter  und
Anschaffung  neuer  Arbeitsmittel  oder  kaufmännische  Überlegungen  hinsichtlich
des  besten  Einkaufs  (Zeitpunkt,  Menge,  Preis),  der  zweckmäßigen  Behandlung  der
Läger  (Zahl,  Höhe)  und  der  erfolgreichsten  Absatzmethoden  erforderlich,  sondern  es
wird  auch  zu  berücksichtigen  sein,  was  an  Kapital  gespart  oder  neu  erforderlich
wird  und  wie  sich  das  Bilanzbild  hierdurch  und  durch  möglicherweise  notwendig
werdende  Abschreibungen  verändern  wird.  Die  kapitalistische  Grundreohnung
läßt  für  die  Verschiebungen  der  einzelnen  Glieder  einen  gewissen  Spielraum  zu;
nur  darf  man  sie  nicht  ganz  übersehen,  wenn  Enttäuschungen  vermieden  werden
sollen  (vgl.  Rationalisierung  und  Kapitalbedarf,  2.  Buch:  B).  Die  Maßnahmen
zur  Gestaltung  der  Wirtschaftlichkeit  können  also  sehr  umfassende  Überlegungen
auslösen,  die  sich  vielfach  bis  zur  kapitalistischen  Grundrechnung  erstrecken
werden.
Und  schließlich  hat  man  bei  allen  Überlegungen  und  Maßnahmen  zu  berücksichtigen, ­
  daß  die  Menschen  im  Betriebe  von  den  Maßnahmen  betroffen  werden,
sei  es,  daß  deren  Arbeitsweise  umgestaltet  wird,  daß  neue  Arbeitsweisen  (mit  neuen
Voraussetzungen)  entstehen,  oder  daß  neue  Arbeitskräfte  benötigt  oder  aber  vorhandene ­
  Arbeitskräfte  überflüssig  werden  (und  nach  anderweitiger  Arbeit  Umschau ­
  halten  müssen).  Hierdurch  greifen  die  Wirtschaftlichkeitsüberlegungen  von
der  rein  wirtschaftlichen  (und  technischen)  Seite  des  Betriebes  auf  die  menschlichen ­
  Beziehungen  und  auf  die  Gesamtwirtschaft  über.  Gerade  diese  letzteren
Ausstrahlungen  sind  es,  die  dem  verantwortungsbewußten  Wirtschafter  die  Überlegungen ­
  so  schwer  machen,  ob  er  diese  oder  jene  Maßnahme,  die  technisch  oder
innerwirtschaftlich  berechtigt  sein  mag,  auch  wirklich  durchführen  soll  oder  nicht.
Es  ist  daher  ein  großer  Irrtum,  zu  glauben,  daß  sich  der  Begriff  (und  die  Reichweite) ­
  der  Wirtschaftlichkeit  im  rein  Mengenmäßigen  erschöpfe,  etwa  zu  sagen:
die  Betriebs-Wirtschaftlichkeit  sei  (im  Gegensatz  zur  Rentabilität)  eine  Mengenfrage, ­
  aus  einem  gegebenen  Betrieb  die  größtmögliche  Menge  an  Leistungen  bei
geringsten  Mengen  an  Aufwendungen  auszubringen.  Eine  solche  Aussage  verengt
in  unzulässiger  Weise  den  Begriff  der  Betriebs-Wirtschaftlichkeit;  sie  kann  überdies ­
  für  den  Wirtschafter  verlustreich  und  für  die  Gesamtwirtschaft  gefährlich
werden.
Aus  den  Ausführungen  ergibt  sich,  daß  es  zweckmäßig  sein  kann,  die  Gestaltung ­
  der  Wirtschaftlichkeit  und  ihre  Beobachtung  auf  einzelne  Vorgänge  im  Betrieb ­
  oder  auf  einzelne  Teile  des  Betriebes  abzustellen,  um  auf  diese  Weise  den
Bedingtheiten  besser  Rechnung  zu  tragen.  Immer  wird  jedoch  die  Tatsache  bestehen ­
  bleiben,  daß  die  eine  Überlegung  oder  Maßnahme  andere  Überlegungen
(oder  Maßnahmen)  nach  sich  zieht,  und  daß  es  erforderlich  ist,  die  Auswirkungen
            
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