Full text : Führer durch die Wirtschaft der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken

Arbeitspferde
Pferde überhaupt
Kühe 2
Rinder, insgesamt
Kleines Hornvieh
Schweine . .
Alles Vieh. auf Großvieh umgerechnet

1913 1924-25
in Mill. Stück
24 147,2 17 521,3 72,6
31 307,2 22 344,2 71,4
22 300,8 22.306,5 100,0
50 283,7 46 691,6 92,9
33 045,1 92 203,9 111,0
19 273,7 16 839,3 83,7
61 127.8 56 917.5 84,8

1924 in %
zu 1913

Die Zunahme im Jahre 1925 zeigt der Viehbestand dieses Jahres:
51,2 Mill. Rinder, 77,2 Mill, Schafe, 16,9 Mill, Schweine, 27,6 Mill, Pferde.
Der gesamte Viehbestand umfaßt also nach der letzten Zählung
173,3 Mill. Köpfe,
Das Verhältnis der landwirtschaftlichen Produktion für den Markt
zu der gesamten landwirtschaftlichen Produktion hat sich, wie schon erwähnt,
 sehr intensiv gehoben und bereits das volle Vorkriegsniveau er-:eicht.
 Diese Entwicklung könnte noch schneller vor sich gehen, wenn
ıicht die Versorgung der Bauern mit Maschinen und Ackergerät noch
ıngenügend und hinter der Nachfrage erheblich zurückgeblieben wäre.
Doch wird gerade diesem Gebiet dauernd die größte Aufmerksamkeit
zugewandt und alljährlich ein merklicher Fortschritt erzielt.
Z. B. wurden seit dem Jahre 1921 in das Gebiet der UdSSR. ungefähr
5000 Traktoren eingeführt und in der gleichen Zeit in den einıeimischen
 Werken gegen 1000 Traktoren hergestellt. Einschließlich der
aus der Vorkriegszeit noch verbliebenen 500 Traktoren ergibt sich also
zur Zeit eine Gesamtzahl von ungefähr 7500 Traktoren. Im laufenden
Jahr ist eine weitere große Steigerung der Traktoreneinfuhr (ca, 4000)
ınd der eigenen Produktion (500) geplant. Gleichzeitig werden fortlaufend
 Experimente über die zweckmäßigste Art der Traktorenverwendung
 ausgeführt, Fachleute zu ihrem Gebrauch und zu Reparaturen herangebildet
 und durch die Regierung und landwirtschaftlichen Genossenschaften
 alle Maßregeln ergriffen, um der breiten Masse der Bauernschafi
den Gebrauch des Traktors bekannt und zugänglich zu machen.
Auch die rationelle Bodenverteilun g, die die einheitliche
Bearbeitung großer zusamenhängender Flächen auf genossenschaftlicher
Grundlage ermöglicht, sowie eine planmäßige, durch Kredite und Hilfsmaßnahmen
 aller Art geförderte Siedlungspolitik, dienen der quantitativen
 und qualitativen Hebung dieses vorläufig und noch auf lange Zeit
hinaus wichtigsten Zweiges der Volkswirtschaft der Sowjetunion.
Die Industrie, deren Produktion 1921 bis auf ca. 27% der Vorkriegsleistung
 gefallen war, erholte sich Jahr für Jahr in raschem Tempo,
um 1925 einen geradezu stürmischen Aufschwung zu erleben. Der Wert
der gesamten Produktion der Groß- und Kleinindustrie betrug (in Vorkriegspreisen)
 1913 7011 Mill, ‚Rbl, 1924-25 5000 Mill..Rbl. oder 71% der
Vorkriegsleistung, Im einzelnen entwickelten sich die wichtigsten Industriezweige
 wie folgt:
            
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