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sind meist Chinesen. Der Binnenhandel
ist nicht unbedeutend und wird durch
Landstraßen mit schönen Brücken unter
stützt. Kanäle uitb im N. der Songka
gewähren bequeme Wasserverbindungen.
— Man rechnet nach Kwan, d.h. Fäden,
auf welchen die Münzen, »Dong« (zu 600
Stück), zusammengebunden sind. Das
Dong oder Sapeste ist aus Zink geprägt,
mit einem viereckigen Lock in der Mitte.
Der Wert eines Kwan ist sehr schwan
kend; man gibt ca. 5 Kwan für die sehr-
gesuchten und im normalen Umlauf be
findlichen spanischen Säulenpiaster und
alten mejikanischen Piaster. In deutschem
Geld ist der Wert des Kwan ca. 86 Pfen
nig. Bei größer« Zahlungen wendet man
von der Negierung gestempelte Gold- und
Silberbarren an, die letzter» etwa 6 Mk.
90 Pf., die erster« 17mal mehr wert.
Man prägt in neuerer Zeit auch kreis
runde, scheibenförmige Gold- und Silber-
münzen. — Die Ataste sind nach den Ge
genden sehr verschieden: Thuok der Kauf
leute für Baumwoll-, Woll- und Sciden-
stofse schwankt zwischen 0,4 und 0,64 m;
für Getreide am allgemeinsten das Hao^-
28 Lit. Gewichtseinheit ist das Kahn —
624,8 g; Flüssigkeiten verkauft man nach
dem Gewicht.
Ancona, Hauptstadt der gleichnamigen
ital. Provinz, wichtigster Hasen an der
Ostküste von Italien, an der Eisenbahn
linie Mailand-A.-Brindisi, Station des
Österreichisch-Ungarischen Lloyd, der Pen
insular and Oriental Co., Società Florio,
Cunard-Linie; 0878)46,733 Einw. Deut
sches Konsulat (Amtsbezirk: die Küsten
strecke voir Ravenna bis zum Lago de
Lesina, im Innern des Landes Foligno
uild Terni); Handelskammer, Handels
gericht; Börse, Banca nazionale, Volks
hank, Sparkasse. Der Hafen, ein ovales
Becken von 890 m Länge und 780 m
Breite, gilt für den besten in Italien und
ist jetzt Kriegshafen. — Die Industrie
beschäftigt sich mit der Fabrikation von
Seide, Tauwerk, Leder, Tabak, Ölseife,
Papier, Bleiweiß K. — Hauptgegenstände
des Handels sind in der Einfuhr: Ge
treide aus Rußland, Tabak und Getreide
aus Ungarn, Kolonialwaren von Triest
- Angers.
und aus England, Gewebe uird Quincail-
lericn aus Deutschland; in der Ausfuhr:
Weinstein, Lamm - und Ziegeufelle, Wal-
nußholz u. a.; nach Deutschland gehen
Asphalt, Erdpech, Weinstein, Sumach.
Direkte Schiffsverbindung mit Deutsch
land existiert nicht. 1879 liefen hier 882
Schiffe (364 Dampfer) von 383,138 Ton.
ein, 834 (363 Dampfer) von 376,919 T.
aus. — Platzgebräuche. Die meisten
Gewichtswaren', auch Spirituosen, ver-
kauft man für 100 kg, Walnußholz für
1 cbm, Lamm- lind Ziegeufelle für das
Stück oder 100 Stück; Getreide auf 4—6
Monate Kredit, Fische auf 6,9,12 Mo
nate, Zucker für bar.
Andamänen, britisch-indische Insel
gruppe zwischen dem Bengalischen Meer
busen und dem Busen von Martaban;
6497 qkm (1t 8 QM.) mit 14,500 Einw.,
darunter 5000 Eiugcborne. Brauchbare
Häfen sind: Port Cornwallis an der nörd
lichen und Port Blair an der südliche»
Küste von Südandaman. An letzten»
Ort englische Strafkolonie für die nach
Beendigung des indischen Aufstands De
portierten mit 0878) 8532 .Sträflingen.
Andorra, kleiner Freistaat auf der
Südseite der östlichen Pyrenäen, zwischen
dem französischen Departement Arcege und
der span. Landschaft Katalonien; 385 qkm
(7 QM.) mit 12,000 Einw. A. steht
unter der Oberherrschaft Frankreichs und
des Bischofs von Nrgel (Spanien), welche
die Beamten ernennen. Alle Jahre bezahlt
die Republik an Frankreich 960 Frank
und an den Bischof von llrgel 891 Frank.
Hauptbeschäftigung ist Vieh-, namentlich
Schafzucht und Verfertigung grober wol
lenen Tücher; außerdem Handel mit Holz
und Holzkohle, Eisenerz und Schafwolle.
Andria, Stadt in der ital. Provinz
Terra di Bari; 0878) 37,704 Einw. Ma-
jolikaindustric; Handel mit Mandeln.
Angerö (spr. ñngscheh), Hauptstadt des
franz. Departements Maine-et-Loire, un
weit der Mündung der Maine in die Loire
und an der Orleans- und Westbahn; 0«7«)
55,366 Einw. Banque de France, Société
generale. Fabrikation von Leinwand,
Woll-, Baumwollstoffen, Kerzen, Seiler-
waren K. ; Handel mit Getreide, Mehl,