um Fälschungen vorzubeugen oder Ausdunstungen zu verhindern.
Dies geschieht in einfachster Form durch Überkleben mit Papier,
das den Firmenaufdruck trägt, bei besseren Marken mit einer
Bleizinnfolie, die übergezogen wird. Ferner kommt Versiegeln
mit aufgedrucktem Stempel in Frage, dann Überziehen mit
nasser Fischblase, die um den Flaschenhals festgebunden wird
und sich beim Trocknen zusammenzieht. In dieser Form werden
meistens Essenzen und Wohlgerüche verschickt. KEine der
neuesten Sicherungsverschlüsse ist der als Walo-Verschlußkapsel
oder Dr. Lorenz-Verschlußkapsel in den Handel kommende
Verschluß, der aus chemisch reiner Zellulose hergestellt ist.
Die Verschlüsse werden vor Gebrauch etwa eine Stunde in ein
geschmeidiges Bad gelegt, das in der Hauptsache aus
Wasser, Glyzerin und Formalin besteht. Sie werden dann
lose über Korken und Flaschenhals
übergestülpt und müssen 4 oder
5 Stunden lang stehen und ziehen, Bei
der Trocknung ziehen sie sich ganz
fe | Ü mit Korkmgndstick oder
eingeschliffenem Glas-
Abb. 126 und 127. stopfen.
eng um den Flaschenhals zusammen und können nur durch
Verletzung wieder entfernt werden. Abb. 126 zeigt diesen
Verschluß in ungetrocknetem, Abb. 127 in getrocknetem Zu-
stand auf einer Parfümflasche. Der Verschluß hält sehr dicht
und wird in verschiedensten Farben und Schattierungen geliefert.
Er ist des relativ hohen Preises wegen am besten für Quali-
tätsware jeder Art zu verwenden.
Nicht alle Flaschen, namentlich die größeren Formates,
können im ungeschützten Zustand versandt werden. Die Ver-
sandglasflaschen für Säuren und ätzende Flüssigkeiten unter-
teilen sich wie folgt:
Im allgemeinen unterscheidet man bei Versandflaschen
zwischen . Standflaschen und Ballonflaschen, wobei bei. der
Standflasche (Abb. 128) die Gefäßwand eine glatte zylindrische
ist bei gleichem Durchmesser, während beim Ballon der Durch-
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