Contents: Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft

im Jahre 1908 unterbrochen wurde. Der Rindfleischpreis 
stieg schließlich von 127 für das Kilogramm im Jahre 1901 auf 
174 Hk im Jahre 1914. 
Die Schweinefleischpreise schwankten. Sie betrugen 
hu Jahre 1890 139 <M, gingen im nächsten Jahre auf 130 M zurück 
und hielten sich bis zum Jahre 1894 annähernd auf dieser Höhe, um 
in den Jahren 1895 bis 1897 noch weiter zu weichen. Der niedrigste 
Preisstand mit 120 Hk für das Kilogramm ist int Jahre 1896 zu 
verzeichne» Von da an setzt eine wellenförmige Auswärtsbewegung 
der Preise ein, bei der das folgende Wellental stets höher bleibt als 
das vorangegangene, wie nachstehendes Diagramm veranschaulichte 
Bewegring der Schwekneflekschpreise 1897 — 1914: 
Kilogramm. Die größte Senkung trat in dem Futternotjahre 1893 
ein. Von 1896 an stiegen die Preise fast ohne Unterbrechung. 
Kurz vor dem Kriege wurde die mittlere Gütesorte des Kalbfleisches 
in Preußen mit dem höchsten Preise von 190 Hk und das Schaf- 
fleisch im Durchschnitt mit 193 Hk für das Kilogramm bezahlt. 
Die Verteuerung des Fleisches als eines der wichtigsten täg 
lichen Nahrungsmittel führte zu lebhaften Beschwerden der Ver 
braucher. Sie veranlaßte seit dem Jahre 1900 wiederholte Aus 
sprachen in den Parlamenten, wobei auch zur Sprache kam, daß an 
der Verteuerung nicht nur die höheren Viehlebendpreise, sondern auch
	        
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