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TRIUMPHZÜGE
Auch die Triumphzüge gehen auf römischen, Ursprung
zurück. Sie bestanden darin, daß der siegreiche Feldherr in
einem prächtigen Triumphwagen, ähnlich der Prozession an-Abb.
158. Triumphbogen für den römischen Kaiser Konstantin.
läßlich eines Götterfestes, mit seinem Heere und den Zeichen
seines Sieges in Rom einzog. Aus der uns überlieferten naturgetreuen
Beschreibung des Triumphzuges des Germanicus sei
folgendes angeführt:
‚„Germanicus, der Neffe und Adoptivsohn des Kaisers, der Ljebling
des Volkes, soll seinen Triumph als Rächer im Germanenkriege
feiern. Die reiche Stadt ist aufs prächtigste hierzu geschmückt und
gerüstet. Im Festschmuck prangt die Via triumphalis, die Straße,
über welche der Festzug zum Jupitertempel auf dem Kapitol zu gehen
hat. Vom Marsfeld her, wo er sich vor der Stadt am Morgen gesammelt
und geordnet hat, ist er durch die Porta triumphalis, dann durch den
Circus Flaminius, den tarpeischen Felsen zur Linken lassend, an altehrwürdigen
Heiligtümern vorbei, von einer dichtgedrängten Menge
umjubelt, langsam herangekommen.
Fanfarenbläser, die tieftönenden Tuben hoch erhoben, eröffnen
den Zug. Nun kommen zuerst Bilder des besiegten Landes und
seiner Örtlichkeiterm: Die Zuschauer ahnen die Unwirtlichkeit des
rauhen Germanien mit seinen Urwäldern und Sümpfen; hochgetragene
Tafeln und Schilder geben die Erklärung. Man sieht im Bild die un-