Schwergewichtes der pharmazeutischen Ausbildung
in die Philosophische Fakultät, so daß künftighin auch
die Verleihung des Grades eines Magisters der
Pharmazie in den Bereich der letzteren Fakultät
fälle.
In den Studieneinrichtungen der Wiener medizini-
schen Fakultät traten nachfolgende Änderungen ein.
Für Geschichte der Medizin wurde ein eigenes Institut
Mit einer reichhaltigen Bibliothek errichtet. Ferner
Wurden als selbständige Abteilungen innerhalb des
P hysiologischen Institutes die Abteilungen für phy-
Siologische Chemie, für allgemeine und vergleichende
Physiologie und die mophologisch-physiologische Ah-
teilung, an der Lehrkanzel für Hygiene die Abteilung
für amtsärztlichen Unterricht und Sozialhygiene, im
ich viermal internationale Fortbildungskurse von
:weiwöchiger Dauer, die sich auf Vorträge mit Kran-
zendemonstrationen beschränken und in denen die
jeuesten Forschungsergebnisse, neue operative Kunst-
zriffe und Verbesserungen, neue therapeutische Me-
hoden, kurz der ganze Fortschritt der Heilkunde
»esprochen wird. An jeden Kurs schließt sich eine
jeminarwoche an. Außerdem finden das ganze Jahr
ındurch Spezialkurse statt, die sämtliche Fächer
ler Medizin umfassen. Die Kurse werden außer in
leutscher Sprache auch in englischer Sprache ge-
esen (American medical Association of Vienna).
An der medizinischen Fakultät in Innsbruck
wurden neueingerichtet: Ein Zentralröntgeninstitut,
aeben dem aber die meisten Kliniken mit selbständigen
Innsbruck, Neue Universität
Sahmen des Gerichtlich-medizinischen Institutes das
hen Kr nische Museum, in der ersten chirurgi-
volle inik die Kieferstation eingerichtet. Die wert-
chemal: ammlung . anatomischer Wachsmodelle der
Den a ‚con militärärztlichen Josefsakademie wurde
Yeelcd gestellt. und dem anatomischen Museum ein-
Sam ert. Die interessante und wertvolle Brettauersche
durch Pi medizinischer Münzen und Medaillen wurde
der Sn na Aufstellung im Kunsthistorischen Museum
Röntgen. ichen Besichtigung zugänglich gemacht. Die
sam unde wird seit dem Wintersemester 1023/24
auch alle assend vorgetragen ; außerdem haben aber
Röntgen! (rölberem Kliniken nach und nach eigene
Dermatol, oratorien erhalten. An der Klinik für
Station EN und Syphilidologie wurde eine eigene
Gebäude a Radiumbehandlung geschaffen. In dem
demie er ehemaligen militärärztlichen Josefsaka-
der Falk az ein großer Studiersaal für die Hörer
Die Wien eingerichtet,
lener medizinische Fakultät veranstaltet jähr-
Aöntgenkabinetten versorgt wurden, ein Pharmako-
ınostisches Institut mit einer Studienapotheke, und
ine sportärztliche Beratungsstelle zur Untersuchung
ler Leibesübungen treibenden Studierenden, zur
Jnterweisung dieser hinsichtlich des Nutzens und
ler Gefahren des Sportes, zur Ausbildung von Sport-
irzten und zu Forschungen auf dem Gebiete der
‚rbeits- bzw. Sportphysiologie und -pathologie.
“ortbildungskurse für Ärzte werden regelmäßig ab-
‚ehalten.
Rechts- und Staatswissenschaften.
Innerhalb der rechts- und staatswissenschaft-
ichen Fakultäten betreffen die wichtigsten Neuein-
ichtungen die Schaffung eines Doktorates der
staatswissenschaften (1019) und die Anordnung des
»bligatorischen Seminarbesuches für alle Studierenden
10922). Das staatswissenschaftliche Studium umfaßte
:unächst sechs Semester, wurde aber schon 19026 auf
ıcht Semester ausgedehnt: für die Frlangung des