alter Musikinstrumente, eine der bedeu-
tendsten ihrer Art, gebildet. Im Münzkabinett
wurden neue Abteilungen durch Anlegung systema-
tischer Sammlungen von Papiergeld, von Wert-
papieren, von Zeichen für Gebühren und von
Orden eingerichtet.
Die bedeutendste Neuschöpfung ist aber zweifellos
die neue „Albertina”, das hervorragendste
Institut seiner Art, geschaffen durch die Zusammen-
legung der beiden vor dem Kriege bestandenen
graphischen Sammlungen der Hofbibliothek und der
erzherzoglichen Sammlung Albertina, beide Samm-
lungen von Weltruf, die sich gegenseitig ausgezeichnet
ergänzten.
In gleicher Weise wurden die Gemälde und
Skulpturen des 10. Jahrhunderts in der Galerie
des 10. Jahrhunderts vereinigt und durch die
gemeinsame Aufstellung der österreichischen Barock-
bilder und Barockskulpturen aus dem Kunsthistori-
schen Museum und anderem staatlichen Besitz die Er-
tichtung eines Österreichischen Barockmuseums
ermöglicht. Dagegen hat die Österreichische Galerie
die altösterreichischen Gemälde und Skulp-
turen den entsprechenden Sammlungen im
Kunsthistorischen Museum überlassen.
der Albertina hatten die angedeuteten Verände-
ungen Neuaufstellungen zur Folge. Von dem
'eichen Zuwachs, den die Ägyptische Sammlung
len Ausgrabungen Professor Junkers bei den Pyra-
niden verdankt, konnte wenigstens ein Teil, vor
ıllem die äußerst interessante Mastaba, zur Auf-
stellung kommen.
Im Zusammenhang mit der Übertragung der
„ichtigsten Estensischen Antiken hat die Antiken-
iaammlung nach kunstgeschichtlichen Gesichtspunk-
en ihre Aufstellung neu geordnet. Durch die Anglie-
lerung der altösterreichischen Skulpturen der Öster-
sichischen Galerie erweist sich in den Sammlun-
zen für Plastik und Kunstgewerbe eine Neu-
ıufstellung des mittelalterlichen Saales als notwendig,
n dem nunmehr die mittelalterliche Skulptur mit
len einzigartigen mittelalterlichen Goldschmiede-
ırbeiten, Emails, Elfenbeinskulpturen und dergleichen
‚ereinigt ist. Weitere Neuordnungen sind in Vor-
jereitung.
Im Rahmen des Münzkabinetts kam in einem
besonderen Saale das Geldwesen vom Naturgeld bis
zu den Kreditpapieren neu zur Darstellung, ebenso
lie moderne Medaille. Desgleichen wurden im
Münzamte Vitrinen mit einer Darstellung der Präge-
technik eingerichtet.
Mancherlei Neuaufstellungen kamen in den An-
ı1exen zur Durchführung. Schon 1922 wurde in der
schönbrunner Reitschule die Hofwagenburg samt
ler Hofsattelkammer neu aufgestellt, die sich
des lebhaftesten Interesses des Publikums erfreut.
Irst vor wenigen Wochen ist eine teilweise Neu-
ıufstellung in der Weltlichen Schatzkammer
ollendet worden, in der es erst durch die An-
'liederung von zwei neuen Sälen möglich gemacht
vurde, eine Reihe historisch wie künstlerisch wert-
oller Objekte neu auszustellen und ältere Aus-
tellunesobiekte zu besserer Wirkung zu bringen.
IL Neuaufstellungen.
N Diese Veränderungen innerhalb der einzelnen
Sammlungen sowie die Bereicherung durch neue
Erwerbungen machten umfassende Neuaufstellungen
Notwendig. Die Gemäldegalerie hat, wie erwähnt,
Schon 1012 eine. Neuaufstellung begonnen und
Namentlich mit den durch die italienischen Enttra-
Sungen notwendig gewordenen Neuaufstellungen der
Venezianer zu zeigen versucht, wie sie sich eine
Mustergültige Aufstellung einer großen Gemälde-
Balerie denkt.
Aber auch. in anderen Sammlungen des Kunst-
historischen Museums und in dessen Annexen. sowie in
Relief aus der Kultkammer der Prinzen Kaninisut.
Agyptisch Mittleres Reich
\ufgestellt im Jahre 1026