dürfen diesen Behältern keinerlei Verpackungsreste oder Spuren
ihres Inhaltes äußerlich anhaften. Wenn derartige Gegenstände,
namentlich Häute, nicht in Holzbehältern verpackt werden
sondern in Säcken, so müssen diese durch Lysol, Karbol und
andere Desinfektionsmittel derartig angefeuchtet sein, daß der
Geruch des Inhaltes nicht nach außen durchdringen kann. Der
Versand in Säcken kann aber nur in den Monaten November
bis Februar vor sich gehen, sonst muß Holzverpackung gewählt
werden. Hier ist noch besonders darauf zu achten, daß solche
Säcke selbst wieder durch ihre Desinfektionsmittel auf andere
Nahrungsmittel einwirken könnten und von diesen abseits ge-
staut werden müssen. Auch die Post behält sich vor, übel-
riechende Gegenstände wie auch verderbliche vom Transport
auszuschließen (siehe 88 5 u. 15 der Postordnung im Anhang),
so namentlich frisches Fleisch, Weintrauben, Beeren und dergl.
Es wäre hier auch noch auf die Gebührentafel der Reichspost-
ordnung aufmerksam zu machen, wonach nach bestimmten Land-
strichen gewisse Lebensmittel überhaupt nicht versandt werden
dürfen, so z. B, keine Butter und kein Honig nach dem Sudan.
= Es kommt ferner bei der Verpackung der Nahrungsmittel
auf die Vorbereitungsarbeiten an. So ist z. B. das Sterilisieren
von Fleisch, sowie das Pressen desselben zu Würfeln als derartige
Vorbereitung zu betrachten. Eine ganz besonders gute Vor-
bereitung für den Versand ist das Gefrierverfahren. Das hier-
nach versandte Fleisch ist auch bei Luftzutritt vor dem Ver-
derben geschützt. Der Versand geschieht in diesem Fall in Fäs-
sern oder in besonderen Dampfern oder Wagen ohne Verpackung.
Was die übrigen Fleischkonserven anbelangt, so müssen diese
gegen Luftzutritt geschützt werden. Hierbei genügt die gut
gefalzte Dose vollkommen. Eine besondere Lötung ist bei
sorgfältiger Durchführung der Falzung nicht erforderlich. Die
Fleischdosen werden nicht lackiert, sondern bleiben blank ver-
zinnt. Bei Verwendung von schwarzen Blechdosen empfiehlt
es sich, in dieselben Pergamentpapier vor der Füllung einzu-
legen. Was übrigens die Dosenform anbelangt, so ergibt sich
Nach dem unter dem Gesichtspunkt besserer Ausnutzung des
Rauminhaltes, wie. bereits schon erwähnt wurde, für die vier-
eckige Dose die günstigste Lösung. Doch darf nicht unerwähnt
bleiben, daß die Falze bei derartigen Dosenformen bedeutend
schlechter halten als bei den. üblichen runden Formen. Die
Haltbarkeit der konservierten Nahrungsmittel soll praktisch
unbegrenzt liegen (20 Jahre Dauer). Bei besonderer Haltbarkeit
empfiehlt sich, die Sterilisierung innerhalb der Dose bei 110° €
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