eine Sanierungsaktion für Österreich einzuleiten, genügte,
um dem weiteren Kurssturz der Krone Einhalt
zu gebieten, ja denselben von seinem tiefsten
Stand von 1 Schw. Fr. = zirka 16.000 Kronen am
25. August 10922 um zirka 15% auf I Schw. Fr. =
zirka K 13.500 zu Ende Oktober 1922 zu bessern. Ungefähr
auf diesem Niveau, also auf zirka zz tel des
ursprünglichen Goldwertes, hat die von der österreichischen
Regierung errichtete Devisenzentrale die
Krone weiterhin erhalten, was ihr einerseits dadurch,
ermöglicht wurde, daß sie in den vorausgehenden
Monaten gegen Hingabe von Kronennoten. einen
ansehnlichen Betrag ausländischer Devisen beschafft
hatte, und daß sie andererseits darauf verzichtete,
eine weitere Steigerung des Kronenkurses
zu versuchen, wodurch ihr neue Devisen zuflossen.
Letzteres ist aber natürlich hauptsächlichst auf das
wiederkehrende Vertrauen des Auslandes zu Österreichs
Gesundung zurückzuführen, welches eine Betätigung
ausländischen Kapitals in Österreich nahelegte.
Dieses Vertrauen wurde durch die schon am
18. November 1022 abgegebene Erklärung des Finanzministers
bestärkt, daß eine weitere Ausgabe von
Banknoten gegen Staatsschatzscheine nicht mehr stattfinden
werde. Diese Erklärung aber beruhte wieder
auf der Tatsache, daß im Hinblick auf die in Aussicht
gestellten Kredite die Begebung einer inländischen
kurzfristigen Goldanleihe möglich geworden
war, aus welcher das Budgetdefizit der letzten Monate
1922 und ersten Monate 1923 bedeckt werden konnte.
Auf diese Weise waren, als die Österreichische
Nationalbank ihre Tätigkeit begann, schon wichtige
Etappen zur Durchführung des Sanierungsprogramms
erreicht.
Angesichts der einzig gearteten Gestalt der Anleihe,
welche offiziell, Garantierte österreichische Staatsanleihe
1023-1043” heißt und kurz „Österreichische Völkerbundanleihe”
genannt wird, seien hier die wichtigsten
Daten derselben kurz zusammengefaßt. Die Völkerbundanleihe
ist auf den Bruttoeinnahmen der Zölle
und des Tabakmonopols an erster Stelle sichergestellt.
Obwohl diese dingliche Sicherstellung reichlich geaügt,
da die genannten Bruttoeinnahmen ein Vieliaches
des Zinsen- und Tilgungsdienstes betragen,
wurde die Völkerbundanleihe überdies auch noch
mit der Personalhaftung, sozusagen dem Giro von
neun ausländischen Staaten ausgestattet, um ihre
Marktfähigkeit zu erhöhen. Dies schien unerläßlich,
war die Völkerbundanleihe doch die erste Anleihe
eines nicht der Entente angehörigen Staates, die auf
den westlichen Kapitalsmärkten zur Subskription gelangte.
Die Haftungsübernahme erfolgte in der Weise,
daß jeder einzelne garantierende Staat einen bestimmten
Prozentsatz der vom Völkerbund autorisierten Maximalsumme
(die 650 Millionen Goldkronen als Nettoarlös
ergeben sollte) garantierte und in der hienach
antfallenden Höhe bei der Schweizer Nationalbank
zugunsten der Trustees eigene Schuldverschreibungen
in der Originalwährung der einzelnen Völberbundanleihe-
Tranchen erlegte. Die Republik Schweiz hat jedoch
an Stelle der Garantieübernahme die unmittelbare
Gewährung eines (erst Ende 1927 in Anspruch genommenen
und zunächst aus Staatsmitteln gegebenen)
Darlehens an Österreich in der Höhe von 23 Millionen
Schweizer Francs gewählt, die für die Zwecke der Ermittlung
der Höhe der begebenen Völkerbundanleihe
mit 20 Millionen Goldkronen veranschlagt wird
Sonach ergibt sich folgende Übersicht über die
nationalen Tranchen der Österreichischen Völkerbundanleihe.
Bezeichnung der Tranche
Amerikanische. . .
Belgische .....
Englische .....
Französische. . . .
Molländische ...
{italienische .....
Österreichische x km
Schwedische . ... ..
Schweizerische. . ..
Tschechoslovakische
Spanische. ....
Zusammen. . ...
Hiezu die selbständige
Schweizer Anleihe .
Schlußsumme ...
Nominelle
Jerzinsung
3
6
65
5
6:°5+15%
Kuponsteuer
6
6
6
4
Nominalbetrag
der
Begebungswährung
in Millionen
Nominalbefrag Nomineller
in öster- Begebungskurs
reichischen 0,
Goldkronen
Zegebungskurs
nach Abrechnung
von Kommission,
Stempel
and Spesen
Nach Ab-Nach
den rechnung
Begebungs- |der allgemeinen
kur-en Begebungsberechneter
kosten ver-Erlös
bleibender
in Millionen | Netto-Erlös in
Goldkronen | Millionen Goldkronen
rund
25 $
25 b. frs.
14 Lstg.
170 f. frs.
33h. fl.
200 L.
123,375.000
6.669.000
318,836.000 ı
52.910.000
5.804.000
15.249.000
34,155.000
16,407.000
22.148.000
80.009.000
33 811.000
105640
5:135
243112
41270
4'441
39:729
58302
12-560
16:832
60'— J
26.035 26
: 618056 611
| ange-100
100 nommen mit: 20
631
85-625
Da
76:25
8 —
765
37:8
89:5
„91:5
76:55
76—
75°—
ID name
135
13110 schw. K
25 schw. frs.
544267 &. K
52'300 Pes.
31—93
78
80
75
341
769.364.000
| 28 schw. frs. |ca.20,000.000
789,364.000
Sn